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Streik bei dem Neusser Automobilzulieferer Pierburg 1973: Zeitzeuginnen berichten
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In der Zentralbibliothek, Berta-von-Suttner-Platz 1, berichten am Mittwoch, 27. Februar, 19 Uhr drei Zeitzeuginnen von ihren Erfahrungen mit dem Streik bei dem Neusser Automobilzulieferer Pierburg im Jahr 1973.
Es ist der 13. August 1973. Bei dem Automobilzulieferer Pierburg in Neuss starten Arbeiterinnen mit Migrationshintergrund für fünf Tage einen "wilden Streik" und fordern unter anderem "Eine Mark mehr". Der Streik gilt für viele als erfolgreicher "Frauenstreik" und ist einer von vielen Arbeitskämpfen von Migrantinnen und Migranten für die Abschaffung von Ungleichbehandlung in dieser Zeit. Nach und nach schließen sich die deutschen Kolleginnen und Kollegen an.
Frauen, die damals aktiv am Streik beteiligt waren, erzählen am Mittwoch, 27. Februar, wie ihr Arbeitsalltag in der Fabrik aussah, wie sie sich 1973 organisiert haben, was dieser Streik für sie bedeutet und was das mit der Frauenbewegung von heute zu tun hat. Die Moderation übernimmt Aurora Rodonò, freie Kulturschaffende und Dozentin an der Uni Köln.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von "Respekt und Mut"/Düsseldorfer Appell, der Zentralbibliothek Düsseldorf und dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD e.V.) im Rahmen des Projekts "Meinwanderungsland".