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Gesundheit KAP1

Sucht und Depression: Düsseldorfer Bündnis informiert zum Welttag der Suizidprävention

Kostenfreie Veranstaltung am 10. September im KAP1


Erstellt:
Redaktion: Mester, Annika

Anlässlich des Welttags der Suizidprävention lädt das Düsseldorfer Bündnis gegen Depression am Donnerstag, 10. September 2026, von 14 bis 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Zentralbibliothek im KAP1 ein. Unter dem Titel "Sucht und Depression – Wechselwirkungen verstehen, gemeinsam handeln" richtet die Veranstaltung den Blick auf die Zusammenhänge zwischen Suchterkrankungen, psychischen Erkrankungen und Suizidalität. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter folgendem Link wird erbeten: https://depression-duesseldorf.de/events/event/sucht-und-depression-wechselwirkungen-verstehen-gemeinsam-handeln/

2024 starben in Deutschland 10.372 Menschen durch Suizid. Der Welttag der Suizidprävention macht deshalb jedes Jahr am 10. September auf die Möglichkeiten der Prävention aufmerksam. Das internationale Motto für die Jahre 2024 bis 2026 lautet "Changing the Narrative on Suicide". Es wirbt dafür, Stigmatisierung und Sprachlosigkeit zu überwinden, offen über Suizidalität zu sprechen und Menschen frühzeitig den Zugang zu Unterstützung und Hilfe zu erleichtern.

In diesem Jahr stellt das Düsseldorfer Bündnis gegen Depression Sucht als einen wichtigen Risikofaktor für Suizidalität in den Mittelpunkt. Suchterkrankungen und andere psychische Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf und können sich gegenseitig verstärken. Insbesondere bei Depressionen und Alkoholabhängigkeit ist ein erhöhtes Suizidrisiko bekannt. Umso wichtiger sind eine frühzeitige Wahrnehmung von Belastungen, das offene Ansprechen von Suizidalität und ein niedrigschwelliger Zugang zu geeigneten Hilfen.

Die Veranstaltung beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Suizidalität, Sucht und psychischen Erkrankungen. Neben einem persönlichen Erfahrungsbericht zu Alkoholabhängigkeit und Angststörung beschäftigen sich weitere Beiträge mit Trauma und Sucht bei Frauen, Glücksspiel- und Medikamentenabhängigkeit sowie problematischer Social-Media-Nutzung.

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit eigenen Erfahrungen, Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld ebenso wie an alle interessierten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Ziel ist es, über Zusammenhänge und Risiken zu informieren, Vorurteile abzubauen und Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Hintergrund
Das Düsseldorfer Bündnis gegen Depression wurde Ende 2004 auf Initiative der Ärztekammer Nordrhein gegründet und nahm 2005 mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung seine Arbeit auf. Seit dem 1. Januar 2025 ist das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf Träger des Bündnisses. Schirmherr ist Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Im Bündnis engagieren sich zahlreiche Düsseldorfer Institutionen und Fachleute aus der psychiatrischen, medizinischen und psychosozialen Versorgung. Ziel ist es, über Depressionen und ihre Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, Vorurteile abzubauen, die Früherkennung zu verbessern und Hilfsangebote besser miteinander zu vernetzen. Ein besonderer Schwerpunkt der Bündnisarbeit liegt auf der Suizidprävention.

Weitere Informationen: www.depression-duesseldorf.de

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