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Kultur

Zentralbibliothek

Szenische Lesung: "Kind aller Länder"


Erstellt:
Redaktion: Mester, Annika

In einer szenischen Lesung mit musikalischer Begleitung präsentieren die Schauspielerinnen Christiane Lemm und Petra Kuhles am Mittwoch, 20. März, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, Ausschnitte aus dem Roman "Kind aller Länder" von Irmgard Keun.

Der erstmals 1938 in Amsterdam erschienene Roman erzählt die Geschichte der zehnjährigen Kully. In einem ungekünstelten Erzählton, kindlich naiv und doch erstaunlich abgeklärt, berichtet sie von ihrem Leben in der Emigration. Kully nimmt den Leser mit auf eine rast- und heimatlose, abenteuerliche Flucht quer durch Europa und bis nach Amerika. Die Autorin verarbeitet in dem Werk außerdem literarisch ihre leidenschaftliche Affäre mit Joseph Roth im Exil in Ostende.

Der Pianist Uwe Rössler gibt der Lesung den passenden musikalischen Rahmen. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hintergrund:
Irmgard Keun, geboren 1905 in Berlin, wurde 1931 mit ihrem ersten Roman "Gilgi, eine von uns" schlagartig berühmt. Der Verkaufserfolg ihres zweiten Romans "Das kunstseidene Mädchen" hält bis heute an. Nach dem Verbot ihrer Bücher und der Ablehnung ihrer Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer ging Keun ins Exil. 1940 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie bis 1945 in der Illegalität lebte. 1979 erlebte sie ihre späte Wiederentdeckung. Sie verstarb 1982 in Köln.

Petra Kuhles und Christiane Lemm sind renommierte und erfahrene Theater-Schauspielerinnen, die unter anderem viele Jahre am Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen waren. In jüngerer Zeit treten sie häufig zusammen mit eigens von ihnen konzipierten und inszenierten Text-Performances auf.

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