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Verwaltung

Tätlicher Angriff im Bürgerbüro Eller


Erstellt:
Redaktion: Braun, Anne

Jährlich werden in den 12 Düsseldorfer Bürgerbüros über 550.000 Anliegen der Düsseldorfer bearbeitet und leider kommt es immer mal wieder zu schwierigen Situationen: Am vergangenen Dienstag, 16. Januar, wurde ein Sachbearbeiter des Bürgerbüros Eller tätlich von einem Kunden angegriffen. Der alkoholisierte Passant betrat am Dienstag ohne Termin das Bürgerbüro und verlangte bedient zu werden. Als die anwesenden Kollegen ihn darauf hinwiesen, dass kein Termin mehr frei sei und ihn auf die Online-Terminvereinbarung verwiesen, wurde der Passant aggressiv und renitent. Es kam daraufhin zu einer kleinen Rangelei zwischen dem Betrunkenen und einem der Mitarbeiter, bei der sich aber keiner der Beteiligten verletzte. Ein Hinzuziehen von Polizei oder Krankenwagen war nicht nötig, dem Eindringling wurde Hausverbot erteilt, welchem dieser unter wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen gegen die Mitarbeiter des Bürgerbüros Folge leistete.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat das Problem schon längst erkannt - neben etablierten Instrumenten der Krisenintervention und Nachsorge versucht die Stadt insbesondere im präventiven Bereich den Beschäftigten das erforderliche Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen. Organisatorische, technische und personenbezogene Maßnahmen dienen dazu, Gewalttaten zu erschweren oder unmöglich zu machen, den Tatanreiz zu senken und das Risiko für Täter zu erhöhen. Das Hauptaugenmerk richtet sich hierbei auf technische und organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel Arbeitsplatzgestaltung,  Alarmierungssysteme und Zugriffssicherung für Bargeldbestände.

Die Gegebenheiten sind in allen Dienststellen sehr individuell, daher wird im Februar die Seminarreihe "Selbstschutz am Arbeitsplatz" für die Beschäftigten der Bürgerbüros in den einzelnen Bürgerbürostandorten starten. Bei dieser Veranstaltung soll das Verhalten der Beschäftigten im betrieblichen Umfeld geschult werden. Sie dient der Aufklärung und der Kompetenzentwicklung, damit gefährdete Beschäftigte problematische Situationen vermeiden oder aber bewältigen können.

 "Ausnahmslos", so konstatiert Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter für Personal, Organisation, IT, Gesundheit und Bürgerservice, "duldet die Stadtverwaltung Düsseldorf keine Art von körperlicher oder psychischer Gewalt. Weder Bedrohungen und Beleidigungen noch verbale Belästigungen werden akzeptiert."

 

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