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Kultur

Zentralbibliothek Düsseldorf

Vera Forester liest aus ihrem aktuellen Roman "Im Jahr der Brandzeichen"


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Vera Forester stellt am Dienstag, 18. April, um 18 Uhr in der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, ihren aktuellen Roman "Im Jahr der Brandzeichen" vor.

Darin nimmt sie Bezug auf das Attentat im Jahr 2000 in Düsseldorf. Am Bahnhof Wehrhahn explodierte eine Rohrbombe und verletzte zehn Personen zum Teil schwer. Erst im Januar 2017 wurde ein Tatverdächtiger mit rechtsextremistischem Hintergrund festgenommen.

Vera Forester erzählt "Im Jahr der Brandzeichen" fiktiv, wie das Weiterleben der vom Anschlag betroffenen Menschen gewesen sein könnte. Da sind zum Beispiel Krista, eine angehende Kamerafrau, und der russische Student Maxim. Sie sind gerade noch mit dem Leben davongekommen. Aus ihrer gemeinsam durchlittenen Angst entsteht Liebe. Labib aus Palästina hat sich schuldig gemacht und wird vom Gericht zum Arbeitsdienst im jüdischen Altersheim verdonnert. Wolff, der fanatische Anführer der "Stadtkameradschaft", ist unter Verdacht. Alle vier sehen sich an einem Wendepunkt, ihre Gesinnungen werden hinterfragt, die Lebenspläne geraten ins Wanken.

Vera Forester studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik und war als Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin tätig. Seit 2005 ist sie Chefredakteurin des Internet-Portals Theaterkompass, wo auch ihre Theaterkritiken erscheinen. Sie publizierte Hörbücher, Theaterstücke, Erzählungen und eine literarische Biografie mit dem Titel "Lessing und Moses Mendelssohn".

Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Frisch gepresst. Neue Bücher von Rhein und Ruhr" statt. Die Moderation übernimmt Michael Serrer dem Leiter des Literaturbüros NRW e.V. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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