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Kultur

Filmmuseum

"VFX/SFX - Semiologie der Effekte"

Filmreihe zur Sonderausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen - visuelle Effekte im Film"


Erstellt:
Redaktion: Wotschke, Annemarie

Im Rahmen aktuellen Sonderausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen - Visuelle Effekte im Film" stellt das Filmmuseum jeden Monat ausgewählte Filme unter unterschiedlichen Aspekten vor. Beruhend auf den Analysen des französischen Filmtheoretikers Christian Metz steht vom 9. bis 27. Februar die durch die visuellen und Spezial-Effekte (VFX/SFX) hauptsächlich während des 20. Jahrhunderts angestrebte Kinorevolution im Vordergrund.

Die VFX/SFX dienen dazu, oft nicht durch Sprache ausdrückbaren Emotionen, beispielsweise Angst und Neugier, in eine visuellen Sprache zu übersetzen, die kein anderes Medium so zeigen könnte. Metz übernimmt für seine Semiologie des Films die Modelle von Zeichen, Sprachen und Filmanalyse, um die Komplexität der Kinoerfahrung - von der Struktur eines Films bis zur Rezeption der Besucherinnen und Besucher im Kinosaal - bewusst zu machen. Dabei ist interessant, wie und mit welchen Mitteln die Realitätswirkung der Filme auf die Leinwand kommt, unabhängig davon wie realistisch oder irreal die Handlung ist. Die vier ausgewählten Filme können als erweiternde Plattform betrachtet werden, auf der räumliche und zeitliche Ebenen zusammengetragen werden.

Die bewusst beschränkte Filmauswahl geht quer durch die Filmgeschichte von den 1930er-Jahren bis heute und schafft eine Begegnung verschiedener Genres.

 

Filmprogramm im Überblick
Samstag, 9. Februar, 21 Uhr
"Jurassic Park"
USA 1993; 127 Min., OmU; 35 mm; FSK 12; Regie: Steven Spielberg; Buch: Michael Crichton, David Koepp nach einer Vorlage von Michael Crichton; Kamera: Dean Cundey; Darsteller: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum u.a.

Basierend auf Michael Crichtons gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1990 (unter dem deutschen Titel DinoPark) lieferte Steven Spielbergs Adaption den Start einer der populärsten Hollywood Blockbuster-Filmreihen. Die Geschichte eines Multimilliardärs, der auf einer Insel einen Erlebnispark eröffnet, in dem gezüchtete Dinosaurier als Attraktion vorgeführt werden, löste eine regelrechte "Dino-Manie" aus. Zum Film gibt es den Vortrag "Jurassic Park und das Ende einer Stop-Motion-Ära" von Andrea Polywka (Graduiertenkolleg Konfigurationen des Films).

 

Freitag, 15. Februar, 19 Uhr
"Vynález Zkázy" - "Die Erfindung des Verderbens"
CZ 1958; 78 Min.; OmeU; digitalDCP; FSK 6; Regie: Karel Zeman, Buch: Frantisek Hrubín, Karel Zeman nach einer Vorlage von Jules Verne; Kamera: Bohuslav Pikhart, Jirí Tarantík, Antonín Horák, Darsteller: Lubor Tokos, Miroslav Holub, Arnost Navrátil u.a.

Fantastisches Abenteuer, untermalt von realen Assoziationen: Ein Ingenieur, der an einer Geheimwaffe arbeitet, wird von einem böswilligen Millionär und einer Piratenbande mit einem U-Boot entführt und auf eine Insel gebracht. Dort soll er einen gefährlichen Sprengstoff weiter entwickeln, der dramatische Folgen für die Erde haben könnte.

Einführung: Markus Gabriel (Film- und Fernsehwissenschaftler)

 

Freitag, 15. Februar, 21 Uhr
"King Kong" - "King Kong und die weiße Frau"
USA 1933; 100 Min.; OF; digital1080p, FSK 6; Regie: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack; Buch: James Creelman, Ruth Rose nach einer Vorlage von Merian C. Cooper, Edgar Wallace, Kamera: Edward Linden, J.O. Taylor, Vernon L. Walker, Kenneth Peach; Darsteller: Fay Wray, Robert Armstrong, Bruce Cabot u.a.

Es sollte der Film sein, der das Filmproduktionsunternehmen RKO Pictures vor dem Ruin rettete und in die Filmgeschichte einging: Die Fabel von King Kong, der von einem Filmteam von seiner Insel nach New York gebracht wurde, um als "achtes Weltwunder" präsentiert zu werden, und letztendlich der Schönheit Fay Wrays erliegt.

Vortrag zum Film: "Miniatures, Motion and Monsters: Wie King Kong zum Leben erweckt wurde" von Andrea Polywka (Graduiertenkolleg Konfigurationen des Films)

 

Mittwoch, 27. Februar, 20 Uhr
"Voyage of Time: Live's Journey"
USA 2016; 90 Min.; OF; digitalDCP; FSK 12; Regie: Terrence Malick, Buch: Terrence Malick, Kamera: Paul Atkins, Darsteller: Cate Blanchett (Stimme), Jamal Cavil u.a.

40 Jahre lang soll Terrence Malick an dem Projekt "Voyage of Time" gearbeitet haben. Diese Ode an das Universum zeigt "die Reise des Lebens" von der Entstehung der ersten Sterne bis zu umherirrenden Menschenmengen in den Großstädten. Der Sinn der kurzen Existenz des Menschen wird durch Leben und Sterben, Religion, Traditionen und Liebe bestimmt.

Einführung: Océane Gonnet (Filmmuseum)

 

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