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Kultur
Virtuelle Lesung in den Stadtbüchereien
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Die Stadtbüchereien Düsseldorf laden am Donnerstag, 5. November, um 20 Uhr zu einer virtuellen Lesung mit der Autorin Eleonore Hummel und dem Moderator Mirko Schwanitz (Deutschlandfunk) ein. Im Mittelpunkt steht Hummels Roman "Die Wandelbaren", der in der Tradition bester russischer Erzählkunst ein weithin unbekanntes Stück Wende-Geschichte zum prallen Leben erweckt.
Die Autorin erzählt darin vom 16-jährigen Arnold Bungert, der Traktorist werden und die schöne Tochter des Sowchose-Vorsitzenden heiraten will. Doch quasi vom Feld der kasachischen Steppe weg, wird er von einflussreichen Leuten nach Moskau an die Schauspielschule geschickt. Die Sowjetregierung will dort zur Förderung der deutschen Minderheit eine Handvoll Jugendlicher für das Deutsche Theater Temirtau ausbilden. Die jungen Schauspieler schaffen sich eine kleine Insel der Freiheit im totalitären Sowjetregime und schmieden politische Pläne. Fünfundzwanzig Jahre nach Auflösung des Theaters treffen sie sich wieder und reflektieren, was von ihren Träumen geblieben ist.
Eleonora Hummel, geboren 1970 in Zelinograd (heute Astana)/ Kasachstan, kam 1982 nach Dresden, wo sie bis heute lebt. Für ihre zahlreichen Romane wurde sie mit dem Hohenemser Literaturpreis und dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreises ausgezeichnet.
Der Link zur Online-Lesung ist auf der Homepage der Stadtbüchereien Düsseldorf unter https://www.duesseldorf.de/stadtbuechereien.html zu finden und wird auch über die sozialen Netzwerke der Stadtbüchereien veröffentlicht. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Online-Veranstaltung Im Rahmen der Russlanddeutschen Kulturtage wurde in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte konzipiert. Sie wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.