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Stadtgrün

Volksgarten Weiher und Gewässer an der Buscher Mühle werden entschlammt


Erstellt:
Redaktion: Bieker, Manuel

In diesem Herbst und Winter werden die Teiche an der Buscher Mühle (Grunerstraße) und im Volksgarten (Emmastraße) entschlammt. Für die Arbeiten müssen die angrenzenden Bereiche teilweise eingezäunt werden. Das Gartenamt bittet um Verständnis, dass die oben genannten Parkanlagen an der Buscher Mühle und der Parkplatz von Ende November bis voraussichtlich Mitte Dezember nur in Teilen nutzbar sein werden. Ebenso kann das Umfeld des Volksgarten Weihers von Anfang Januar 2021 bis Mitte Februar 2021 nur eingeschränkt genutzt werden.

Stehende Gewässer in Parkanlagen weisen oft eine übermäßige Nährstoffanreicherung (Eutrophierung) auf. Infolge dessen ist die Produktion organischer Biomasse, wie zum Beispiel Algen und Wasserpflanzen, sehr hoch. Diese sinken nach ihrem Absterben auf den Gewässergrund. Aufgrund von Sauerstoffmangel können diese organischen Substanzen nicht mehr durch aerobe Bakterien abgebaut werden, sodass am Gewässergrund eine Faulschlammschicht entsteht, die die gesamte Gewässerökologie beeinträchtigt. 

Bei stehenden Gewässern wird dieses Problem durch die ansteigenden Temperaturen weiter verschärft, da im Herbst und im Frühling keine ausreichende Wasserzirkulation zwischen sauerstoffreichem Oberflächenwasser und den tieferen Gewässerschichten mehr stattfindet. Durch das Entschlammen der Gewässersohle wird versucht, die Gewässerökologie wieder zu stabilisieren. Das Verfahren, mit dem die Teiche im Volksgarten und an der Buscher Mühle entschlammt werden, haben sich auch schon bei der Entschlammung der Teiche im IHZ-Park und in den Parkanlagen Schloss Eller und am "Grönen Jong" im Hofgarten bewährt.

Mit Hilfe des sogenannten Saugspülverfahrens werden auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern circa 3.500 Kubikmeter Sediment aus den Teichen entnommen. Dabei handelt es sich um eine schonende und umweltfreundliche Methode, bei der ein Schwimmbagger Schlamm und Algen absaugt, ohne das Wasser des Gewässers ablassen zu müssen. Diese Arbeiten werden in enger Abstimmung mit dem Umweltamt durchgeführt.

Der entnommene Schlamm wird mit Hilfe von Geotextilschläuchen entwässert, wobei er sich auf die Hälfte seines Volumens reduziert. Das funktioniert ähnlich wie bei einem Kaffeefilter: Die geotextilen Schläuche trennen das Sediment und das Wasser voneinander. Dieser Prozess wird durch biologische Entflockungsmittel unterstützt. Einige Wochen wird das Sediment getrocknet, um dann abtransportiert und einer Wiederverwertungsanlage zugeführt zu werden.

Nach Abschluss der Arbeiten können die Bürgerinnen und Bürger die Parkanlagen wieder uneingeschränkt nutzen.

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