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Flüchtlinge Gesundheit Veranstaltungen
Vom Überleben ins Leben kommen
Fachtag thematisiert Flucht und psychische Gesundheit in Düsseldorf
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Die große Zahl geflüchteter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener stellt die Gesellschaft und insbesondere den öffentlichen Gesundheitsdienst vor große Herausforderungen. Neben körperlichen und seelischen Verletzungen haben die Betroffenen oft auch die Zerstörung ihrer sozialen und familiären Bezüge erlebt. Im Aufnahmeland stehen sie häufig vor neuen und unbekannten Herausforderungen. Für eine bestmögliche Integration in unsere Gesellschaft soll deshalb insbesondere die psychosoziale Situation der Geflüchteten in den Fokus rücken. Der Fachtag "Flucht und Gesundheit II" der psychoszozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Düsseldorf greift diese Themen am Dienstag, 4. Juli, ab 14 Uhr auf. In der Volkshochschule Düsseldorf werden Vertreterinnen und Vertreter ambulanter Beratungsdienste sowie Expertinnen und Experten aus Kliniken über mögliche Symptome, Zugangswege zum Hilfesystem sowie Unterstützungsangebote informieren und den Gästen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ab 13 Uhr besteht bereits die Möglichkeit zum Besuch der Infostände.
Die rund 300 Plätze der Veranstaltung sind nahezu ausgebucht. Aufgrund des großen Interesses hat das Gesundheitsamt die Anmeldefrist verlängert. Das Buchungsformular für die Restplätze und weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.duesseldorf.de/index.php?id=39796643.
Gerade auch junge Menschen haben in ihrem Heimatland oder auf dem Fluchtweg existenziell bedrohliche und vielfach traumatische Erfahrungen gemacht. Ein schützendes und förderndes Umfeld ist daher besonders wichtig, um Stabilisierung und Integration zu ermöglichen. In verschiedenen Vorträgen werden die medizinische und psychosoziale Betreuung der geflüchteten Menschen vom Erstkontakt bis zur Integration in das Regelschulsystem vorgestellt. Am Anfang stehen vor allem medizinische Fragen im Vordergrund, wie beispielsweise die Klärung des Infektionsschutzes. Dabei ist aber auch bereits ein erster Blick auf die seelische Gesundheit gefordert. Das engmaschige Netz in Düsseldorf deckt den Betreuungs- und Beratungsbedarf bereits bestmöglich ab.
So bieten die Ambulanz für Gewaltopfer und die ambulanten Sprechstunde der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Gesundheitsamt sowie das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf Beratung zu den Versorgungsmöglichkeiten und Anlaufstellen in der Stadt. Das Zentrum für Schulpsychologie steht mit weiterer Unterstützung zur Seite, wenn die jungen Menschen nach ihrem Überleben den Schritt in ein geregeltes Leben gehen können. Die Teilnahme am Schulunterricht bietet hier viele Chancen auf gute Integration und Stabilisierung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen.