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Kultur Veranstaltungen
Heinrich-Heine-Institut
Vortragsreihe zur Ausstellung "?Revolution! 1848 - 1918 - 1968"
Erstellt:
Im Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung "?Revolution! 1848 - 1918 - 1968" des Heinrich-Heine-Instituts, Bilker Straße 12-14, präsentieren die Kuratoren thematische Facetten der Revolutionsjahre 1848, 1918 und 1968, jeweils an drei aufeinanderfolgenden Samstagen. Die Vorträge stehen in der Reihe "Samstags um drei – zu Gast bei Heine". Neben Informationen zum literarischen und historischen Hintergrund der Ausstellung werden kulinarische Spezialitäten wie Halver Hahn und Altbier gereicht. Bewusst werden die Vorträge chronologisch rückwärts gehalten, sie gehen von der 68er-Revolte, die uns aktuell noch am lebendigsten im Bewusstsein steht, zurück in die Vergangenheit bis hin zur bürgerlichen Revolution von 1848 vor 170 Jahren.
"The sound of the revolution."
Den Anfang macht Enno Stahl mit seinem Überblick über die 68er: Unter dem Titel "The sound of the revolution. Rock, Film und Revolte bei Rolf Dieter Brinkmann und anderen" präsentiert er am Samstag, 21. April, 15 Uhr, literarische Texte, Bilder und Klänge vom Studentenprotest. Dabei werden exemplarische Dichtungen von Rolf Dieter Brinkmann, Peter Handke, Hubert Fichte, Jörg Fauser und anderer Autoren vorgestellt.
"Was habt ihr gespielt? Revolution?"
In der darauffolgenden Woche, am Samstag, 28. April, 15 Uhr, spricht Jan von Holtum über Kurt Tucholskys bitter-sarkastische Sicht auf die Revolution von 1918. Die Nachkriegszeit erfordert laut Tucholsky Besonnenheit, um den menschenverachtenden Militarismus überwinden zu können. Den berauschenden Aktionismus der Novembertage hinterfragt er satirisch: "Was habt ihr gespielt? Revolution?"
"Der Sohn der Revolution? Heinrich Heine und die Revolution(en)"
Den Abschluss macht Christian Liedtke, der in seinem Vortrag am Samstag, 5. Mai, 15 Uhr, das Verhältnis Heinrich Heines zur Revolution von 1848 beleuchtet: Anders als man annehmen würde, war Heine keineswegs ein bedingungsloser Gefolgsmann der Revolutionäre. Besonders in seinem umstrittenen Werk "Ludwig Börne - eine Denkschrift" verlieh er seiner Skepsis Ausdruck, so heißt es dort etwa: "Eine Revoluzion ist ein Unglück, aber ein noch größeres Unglück ist eine verunglückte Revoluzion".
Der Eintritt beträgt jeweils 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.
Alle Termine auf einen Blick
Samstag, 21. April, 15 Uhr
Enno Stahl: "The sound of the revolution. Rock, Film und Revolte bei Rolf Dieter Brinkmann und anderen."
Samstag, 28. April, 15 Uhr
Jan von Holtum: "Was habt ihr gespielt? Revolution? Kurt Tucholskys satirischer Blick auf die Jahre 1918/19."
Samstag, 5. Mai, 15 Uhr
Christian Liedtke: "Der Sohn der Revolution?. Heinrich Heine und die Revolution(en)"