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Kultur

Filmmuseum Düsseldorf

Warschauer Filmtag

Filmprogramm zum Warschau Weekend am 9. November


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Vom 7. bis zum 10. November findet das "Warschau Weekend" in Düsseldorf statt. Das Wochenende ist dem 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Warschau gewidmet und steht ganz im Zeichen des interkulturellen Verständnisses und der engen interkommunalen Zusammenarbeit. Ziel ist es, die unterschiedlichen Facetten der deutsch-polnischen Beziehungen in ihrer Breite zu zeigen und den kulturellen Austausch zu fördern.

In Kooperation mit dem Büro für Internationale und Europäische Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf sowie dem Polnischen Institut Düsseldorf zeigt das Filmmuseum am Samstag, 9. November, ein Filmprogramm zum Warschau Weekend.

Filmprogramm im Überblick

Samstag, 9. November

14 Uhr
Vorstellung von Studio Miniatur Filmowych (SMF) und Vorführung einer Auswahl von Animationsfilmen für Kinder

Das Studio Miniatur Filmowych (SMF) ist eine legendäre Institution, die 1958 in Warschau gegründet wurde. Sie produzierte etwa 1.500 Filme, hauptsächlich Animationsfilme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Studio Miniatur arbeiteten Jan Lenica, Walerian Borowyczyk, Witold Giersz, Julian Antonisz oder Piotr Dumała – Regisseure, die ihren eigenen, originellen künstlerischen Stil entwickelt und aus dem Animationsfilm für Erwachsene eine Form der bildenden Kunst gemacht haben.


15.30 Uhr
Der Prinz und der Dybbuk
PL 2017; Regie: Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski; 82 Min.; OmU

Der Film ist gleichzeitig eine faszinierende Reise in die Filmgeschichte und ein beeindruckendes Porträt Michał Waszyńskis (1904-1965), einem inzwischen vergessenen polnischen Regisseur jüdischer Herkunft, der für das wichtige Filmstudio Sfinks in Warschau in den 1920er- und 30er-Jahren gearbeitet hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf Waszyński als Regisseur und Produzent von Hollywood-Filmen in Italien und Spanien über 40 Filme. Er arbeitete mit Stars wie Sophia Loren, Claudia Cardinale und Orson Welles. "Der Prinz und der Dybbuk" erhielt in Venedig 2017 den Löwen für den "Besten Dokumentarfilm".

17 Uhr
Jack Strong
PL 2013; 130 Min.; OmU; R/B: Władysław Pasikowski; Kamera: Magdalena Górk; Darsteller: Marcin Dorocinski, Maja Ostaszewska und Patrick Wilson

Jack Strong fordert das sowjetische Imperium heraus und verändert den Lauf der Geschichte. Der Regisseur Władysław Pasikowski greift in seinem Polit-Thriller eine der spannendsten Spionagegeschichten des 20. Jahrhunderts auf. Der Film handelt von dem polnischen Oberst Ryszard Kuklinski, der Anfang der 1970er-Jahre eine "unsichtbare" Schlüsselfigur des Kalten Krieges war. Er hat Zugang zu den geheimsten Akten des Warschauer Paktes. Als er vertrauliche Pläne findet, die zum 3. Weltkrieg führen könnten, entscheidet er sich, zu handeln und nimmt Kontakt zur CIA auf.

Vorfilm: "Rot und schwarz"
PL 1964; 6 Min.; Regie: Witold Giersz

20.15 Uhr
11 Minuten
PL/IRL 2015; 80 Min.; OmeU; Regie/Drehbuch: Jerzy Skolimowski; Kamera: Mikołaj Łebkowski; Darsteller: Richard Dormer, Paulina Chapko, Wojciech Mecwaldowski, Agata Buzek, Andrzej Chyra, Dawid Ogrodnik

Der obsessiv eifersüchtige Mann und seine entzückende Frau, eine Schauspielerin; der hinterlistige Regisseur aus Hollywood, ein Drogenkurier, ein Hot-Dog-Verkäufer mit einer düsteren Vergangenheit, ein frustrierter Schüler; ein Bergsteiger, der Hotelfenster repariert, ein Notfall-Team, eine junge Frau mit ihrem Hund und eine Gruppe von Nonnen – Jerzy Skolimowski ("Deep End", 1970, "Essential Killing", 2010) gibt einen mosaikartigen Einblick in das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner von Warschau, deren Schicksale sich innerhalb von elf Minuten in einem tragischen grossen Finale verflechten.

Vorfilm: "Das Bankett"
PL 1976; 8 Min.; Regie: Zofia Oraczewska

 

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