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Goethe-Museum
"Was ist das für ein Mann!" - Goethes Begeisterung für Humboldt
Vortrag zur Aktualität des Naturverständnisses im Denken Goethes und Alexander von Humboldts am Mittwoch, 18. September, 20 Uhr
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"Was ist das für ein Mann … Man kann sagen, er hat an Kenntnissen und lebendigem Wissen nicht seinesgleichen", äußerte sich Goethe einst euphorisch über Alexander von Humboldt (Goethe gegenüber Eckermann am 11. Dezember 1826). Doch wo liegen die Gründe dieser singulären Begeisterung Goethes für jenen Zeitgenossen, den selbst Ottilie in den "Wahlverwandtschaften" sehnsuchtsvoll erwähnt: "Wie gerne möchte ich nur einmal Humboldten erzählen hören?"
Der Aktualität der Wahlverwandtschaft im Denken Goethes und Humboldts, vor allem in ihrem Verständnis der Natur, ist der Autor Dr. Manfred Osten in seiner Publikation über Alexander von Humboldt "Über die Freiheit des Menschen" nachgegangen. Nun widmet er sich auch in seinem Vortrag am Mittwoch, 18. September, 20 Uhr im Goethe-Museum, Jacobistraße 2, diesem Thema. Der Eintritt ist frei.
Gezeigt werden soll – unter anderen am Hörbeispiel der "Humboldt-Kantate" von Felix Mendelssohn-Bartholdy – dass bereits Goethe und Humboldt die Möglichkeit von Rachefeldzügen der "Elemente" als Antwort auf Eingriffe des Menschen in die Natur antizipiert haben: "Auf Vernichtung läuft's hinaus" (Goethe). Und dass gleichzeitig beide bereits Wege aufzeigen für eine mögliche Rettung des "Ansehens" der Natur – und damit des Raumschiffs Erde.