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Weiberfastnacht: 441 Rettungsdienst-Einsätze Schwerpunkt in der Altstadt

Viel Arbeit für den Rettungs- und Sanitätsdienst in der Altstadt


Erstellt:
Redaktion: Buch, Michael

441 (2016: 532) Einsätze und Transporte im Rettungsdienst meldet die Feuerwehr Düsseldorf für Altweiber, 23. Februar 2017, bis zum frühen Freitagmorgen 7 Uhr für das gesamte Stadtgebiet. Viele Möhnen und Jecken waren trotz des nasskalten und stürmischen Wetters in die Altstadt gekommen, um Karneval zu feiern. Dort war auch der örtliche Schwerpunkt mit vielen Notfalleinsätzen und Behandlungen für den Rettungs- und Sanitätsdienst. Aufgrund des stürmischen Wetters gab es im übrigen Stadtgebiet allerdings etwas weniger zu tun für den städtischen Rettungsdienst als im Vorjahr, so die Feuerwehr Düsseldorf.

Die Einsatzzahlen im Einzelnen und im Vergleich zum Vorjahr:
441 (2016: 532) Einsätze und Transporte im Rettungsdienst. In diesem Jahr im unmittelbaren Zusammenhang mit Karneval standen 241 (2016: 229) Einsätze. Wegen übermäßigem Alkoholkonsums mussten 24 (2016: 74) unter 18-Jährige behandelt werden. In den Unfallhilfestellen wurden 134 (2016: 244) Menschen versorgt, darunter die meisten zum Großteil wegen übermäßigen Alkoholkonsums. 107 (2016: 132) wurden zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus gebracht. Von den Behandlungen in den Unfallhilfsstellen waren 126 (2016: 135) Bagatellverletzungen und Betreuungen, 8 (2016: 17) mittelschwere Fälle. Es kam zu sechs (2016: 17) Schnittverletzungen durch Glasscherben. Zum Vergleich: Im Jahre 2009 vor dem Glasverbot wurden noch 166 Schnittverletzungen verzeichnet.

Das Altweibertreiben wurde von einem tragischen Unfall überschattet. In der Nähe des Burgplatzes - zwischen Ritterstraße und Emilie-Schneider-Platz - stürzte ein 17 Jahre alter Mann eine Mauer am Rhein hinunter. Dabei zog sich der Jugendliche schwere Kopfverletzungen zu. Der Rettungsdienst transportierte den Schwerstverletzen in die Universitätsklinik.

Der Sanitätsdienst war mit 150 Helferinnen und Helfern im Einsatz, darunter auch mehrere Notärzte. Die Feuerwehr koordinierte die Gesamteinsatzlage vom Grabbeplatz mit einer mobilen Einsatzleitung aus und unterstützte besonders in den Nachmittagsstunden mit weiteren Rettungsfahrzeugen die Hilfsorganisationen in der Altstadt.

Neben den 150 Einsatzkräften im 24-Stundendienst wurde beispielsweise die Leitstelle um einen zusätzlichen Lagedienstführer sowie zwei Disponenten verstärkt. Auch zwölf zusätzliche Rettungswagen und ein  Notarzteinsatzfahrzeug wurden in Dienst gestellt. In der Altstadt waren weitere fünf speziell ausgebildete Feuerwehrführungsmitarbeiter mit mehrjähriger Veranstaltungserfahrung für die Karnevalsaktionen mit verschiedenen Aufgaben betraut: beispielsweise in der städtischen Koordinierungsgruppe oder als Verbindungsbeamter in der Führungsgruppe der Polizei. Die Düsseldorfer Hilfsorganisationen übernahmen den Sanitätsdienst in der Altstadt und behandelten die Närrinnen und Narren bis etwa 22 Uhr in den beiden Unfallhilfsstellen sowie mit mobilen Versorgungstrupps rund um die Altstadt.

Ordnungsamt mit 260 Kräften im Einsatz

Am gestrigen Altweiberkarneval gab es, wie auch schon in den Vorjahren, 16 Sperrstellen in der Altstadt, die im Rahmen der Überwachung des Glasverbotes über Tag und Nacht verteilt mit rund 260 Einsatzkräften besetzt waren. Hierunter waren neben Einsatzkräften des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) und der Verkehrsüberwachung auch Verwaltungshelfer aus den anderen Abteilungen des Ordnungsamtes und Mitabeiter eines Securityunternehmens.

Die meisten Besucher des Straßenkarnevals an Altweiber waren informiert und führten keine Glasflaschen oder Gläser mit. Daher waren die zur Entsorgung der Glasbehältnisse aufgestellten Container meist noch nicht mal bis zur Hälfte gefüllt. Diejenigen, die dennoch Glasflaschen mitführten, konnten deren Inhalt in Plastikbecher umfüllen, die wie immer an jeder Sperrstelle zur Verfügung standen.

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