Pressedienst Einzelansicht
Gesundheit Veranstaltungen
Weltgesundheitstag 2017: Volkskrankheit Depressionen
Entscheidend ist das rechtzeitige Erkennen der Krankheit/Gesundheitsamt setzt auf Prävention
Erstellt:
Der Weltgesundheitstag am Freitag, 7. April, steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Volkskrankheit Depression. Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die zweithäufigste Krankheit sein. "Depressionen sind weltweit eine Hauptursache für krankheitsbedingte Beeinträchtigungen im Alltag. Gerade in westlichen Ländern verursachen sie den drittgrößten Anteil an der gesamten Krankheitslast. Sie rechtzeitig zu erkennen, ist die größte Herausforderung. Insbesondere bei älteren Menschen und auch bei Jugendlichen ähneln die Symptome den normalen Alterserscheinungen", sagt Professor Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter für Gesundheit der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Das Gesundheitsamt Düsseldorf setzt deshalb neben primären Präventionsprojekten auf bürgernahe Aufklärungs- und Informationskampagnen zur Früherkennung und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Dazu gehören kostfreie Informationsveranstaltungen im Rahmen der Reihe "Gesundheitsamt vor Ort - Stadtteilgespräche zu Gesundheitsthemen" oder dem "Forum Seelische Gesundheit" genauso wie auch die Förderung und Unterstützung der Selbsthilfe in diesem Bereich.
Das Gesundheitsamt zeigt mögliche Wege und Hilfen aus der Depression auf. Ziel ist, das Bewusstsein für die Häufigkeit, die Symptome und die Therapierbarkeit von Depression zu schärfen. Die aktuelle Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Aktionsprogrammen auf nationaler Ebene zur Bekämpfung depressiver Erkrankungen wird in Düsseldorf also bereits umgesetzt. Schnelle Hilfe und Orientierung finden die Düsseldorfer in den über das Stadtgebiet verteilten Beratungsstellen des Gesundheitsamtes. Der "Wegweiser in Krisen- und Notsituationen" mit seiner Übersicht zu Hilfen für Betroffene und Angehörige ist kostenlos im Gesundheitsamt erhältlich.
Die Erkrankung als solche zu erkennen, ist der entscheidende Schritt bei der Bewältigung der Depression. Viele Betroffene, die an einer Depression leiden, wissen selbst gar nicht, dass sie krank sind. Bei älteren Menschen werden depressive Symptome häufig als normale Alterserscheinungen eingestuft. Dabei kann bei älteren Menschen die Depression durch Rückzugstendenzen ins Bett, Appetitlosigkeit oder zu geringer Flüssigkeitszufuhr sehr rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Aber auch Jugendliche sind betroffen. Gerade in dieser Altersgruppe besteht die Herausforderung in der Abgrenzung von allgemeinen alterstypischen Stimmungen und Verhaltensweisen wie beispielsweise Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen oder auch Rückzug. Jeder zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zu seinem 18. Lebensjahr an einer behandlungsbedürftigen Depression. Mit den Betroffenen leiden auch die Familien, Angehörigen und das soziale Umfeld.
Hintergrund:
Die Weltgesundheitsorganisation erinnert jedes Jahr mit dem Weltgesundheitstag an ihre Gründung am 7. April 1948. Hierzu wird von der WHO jeweils ein aktuelles Gesundheitsthema von globaler Bedeutung ausgewählt und mit weltweiten Veranstaltungen und Aktionen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.