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Ordnung
Weniger Straßenverkehr - mehr Temposünder
Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen seit 18. März im Verhältnis zur Zeit davor drastisch gestiegen/Ordnungsamt weist auf neuen Bußgeldkatalog hin
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Weniger Straßenverkehr - mehr Temposünder: Nach Erkenntnis der Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes laden offensichtlich die teils weitaus weniger befahrenen innerstädtischen Straßen zu Corona-Zeiten zum schnellen Fahren ein. Vergleichsmessungen vor und nach dem sogenannten Lockdown haben zum Beispiel an der Fischerstraße gezeigt, dass die Anzahl der dort festgestellten und eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren im Wochenvergleich von 875 auf 1.150 angestiegen sind. Daneben haben sich an dieser Stelle die Bußgeldverfahren, also festgestellte gravierende Geschwindigkeitsverstöße, mehr als verdoppelt.
Eine ähnliche alarmierende Entwicklung ist an den Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen im Rheinufertunnel zu verzeichnen. Dort ist zwar im Wochenvergleich ein Rückgang der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren von 3.701 auf 2.309 Fälle zu erkennen, allerdings ist der Anteil der gravierenden Verkehrsverstöße nahezu identisch. Und das bei im Vergleich aktuell nur der Hälfte der dort verkehrenden Kraftfahrzeuge.
"Vor dem Hintergrund, dass die Hauptunfallursache in der Innenstadt nach wie vor nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit ist, wird die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes weiter konsequent kontrollieren", betonte Ordnungsdezernent Christian Zaum. Dabei sollte jeder Verkehrsteilnehmer wissen, dass ab sofort ein neuer Bußgeldkatalog gilt. Dieser führt bereits ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von innerorts 21 Stundenkilometern zu einem Führerscheinentzug von einem Monat, einem Punkteeintrag ins Verkehrszentralregister und zieht zudem ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro nach sich.