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Soziales

"Wohnpaar auf Zeit"

Neues Programm des Amtes für Wohnungswesen bringt Vermieter mit Studierenden und Azubis zusammen


Erstellt:
Redaktion: Frisch, Michael

Günstiger Wohnraum in Düsseldorf ist knapp. Während Studierende und Auszubildende in der Regel preisgünstige Zimmer suchen, steht mancherorts Wohnraum in zu groß gewordenen Wohnungen und Häusern leer, weil die Kinder ausgezogen sind oder Bewohnerinnen beziehungsweise Bewohner inzwischen alleine leben.

"Das Düsseldorfer Programm 'Wohnpaar auf Zeit' bringt beide Seiten zusammen und steht für eine neue, moderne Form des Zusammenlebens verschiedener Generationen. Studierende und Auszubildende finden preisgünstigen Wohnraum bei privaten Eigentümerinnen und Eigentümern. Als Gegenwert unterstützen sie ihre Vermieterin oder ihren Vermieter im Alltag oder leisten gemeinnützige Arbeit", erklärt Christian Zaum, Dezernent für Wohnungswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Zum "Wohnpaar auf Zeit" gibt es einen Info-Film des Amtes für Wohnungswesen unter: www.youtube.com/watch?v=6u8oVgYCDH4

Die Landeshauptstadt Düsseldorf wendet sich mit dem neuen Programm an Personen, die in Düsseldorf wohnen und in ihrem Haus oder ihrer Wohnung ausreichend Platz für eine weitere Person haben. Die Wohnraumanbietenden sollten an einem Austausch mit jungen Menschen interessiert sein und sich vorstellen können, Studierenden oder Auszubildenden Wohnraum preiswert zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam "unter einem Dach" zu wohnen, auf die Zahlung einer Kaltmiete zu verzichten und diese durch andere Leistungen im Umfang von maximal zwölf Stunden monatlich zu ersetzen. Zudem sollte mindestens ein (abschließbarer) Raum zur Verfügung gestellt sowie das Badezimmer und die Küche genutzt werden bzw. diese separat angeboten werden können. Die Betriebskosten können umgelegt werden.

Wohnraumanbietende können ältere Menschen – allein oder als Paar lebend –, Familien oder Alleinerziehende sein. Als Ersatzleistungen kommen Alltagshilfen, zum Beispiel die (gemeinsame) Erledigung von Einkäufen, Gartenarbeit oder auch Kinderbetreuung in Frage. Art und Umfang der Aufgaben werden zwischen den Wohnraumanbieterinnen und -anbietern und den neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern festgelegt. Es kommen aber auch gemeinnützige Tätigkeiten im Stadtteil in Frage oder ehrenamtliche Tätigkeiten im Stadtgebiet von Düsseldorf in Einrichtungen und Projekten der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf. Aus rechtlichen Gründen sind in allen Modellen Pflegeleistungen jeglicher Art ausgeschlossen.

Die Wohnraum-Nachfragenden müssen an einer Universität oder Hochschule in Düsseldorf immatrikuliert sein oder ihre Ausbildung in Düsseldorf absolvieren und eine preiswerte Unterkunft suchen. Sie sollten offen für ein generationenübergreifendes Wohnmodell sein und bereit sein, ihre Arbeitsleistung einzubringen, um die Kosten ihrer Unterkunft so gering wie möglich zu halten, indem sie gemeinsam mit ihrem Vermieter innerhalb einer Wohnung oder eines Eigenheims in einem (abschließbaren) Zimmer wohnen, und sich vorstellen können, Badezimmer und Küche zu teilen, sofern diese nicht separat zur Verfügung stehen.

Im Modell "Wohnpaar auf Zeit" zahlen Studierende/Auszubildende lediglich Betriebskosten für Wasser, Strom, Telefon, Internet etc. Die Kaltmiete wird ersetzt durch Unterstützung der Vermieter im Alltag - zum Beispiel gemeinsame Einkäufe, Gartenarbeit, Gesellschaft und Unterhaltung, Begleitung von Arztbesuchen oder Behördengängen, Kinderbetreuung oder gemeinnützige Tätigkeiten im Stadtteil oder ehrenamtliche Tätigkeiten im Stadtgebiet von Düsseldorf in Einrichtungen und Projekten der AWO Düsseldorf.

Das Amt für Wohnungswesen informiert und berät
Das Amt für Wohnungswesen informiert und berät rund um das Thema "Wohnpaar auf Zeit". Die Landeshauptstadt steht Wohnraumanbietenden sowie Studierenden und Auszubildenden von Beginn an als Ansprechpartnerin zur Verfügung und begleitet die Wohnpartnerschaften von Anfang an. Kontakt: Amt für Wohnungswesen, Brinckmannstraße 5, 40225 Düsseldorf, Lidia Wilhelm, Telefon: 0211.89-94499, E-Mail: lidia.wilhelm@duesseldorf.de oder www.duesseldorf.de/wohnen/veroeffentlichung.html

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