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Kultur

Stadtmuseum Düsseldorf

Zur Erinnerung an den Maler Julo Levin (1901 – 1943)


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Vor 75 Jahren, am 17. Mai 1943, wurde der Maler Julo Levin in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet; sein genaues Todesdatum ist nicht bekannt. Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, besitzt zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken Levins sowie seine einzigartige Sammlung von Zeichnungen jüdischer Kinder und Jugendlicher aus der Zeit des Nationalsozialismus und möchte daher an den Künstler erinnern.

Julo (Julius) Levin, 1901 in Stettin geboren, studierte in den 1920er Jahren an den Kunstgewerbeschulen in Essen und München und an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete er als freier Künstler in Düsseldorf. Er war Mitglied der Künstlergruppe "Das Junge Rheinland" um die Galeristin Johanna Ey. Freundschaften bestanden unter anderem zu den Künstlerkollegen Otto Pankok, Peter Ludwigs und Franz Monjau. Die viel versprechenden Anfänge seiner Karriere fanden mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 ein Ende. Als Jude war ihm die weitere Ausübung seines Berufs verwehrt. Von 1936 an unterrichtete Levin als Zeichenlehrer an der Jüdischen Volksschule Düsseldorf und nach seinem Umzug nach Berlin 1938 an verschiedenen Berliner jüdischen Schulen. Neben seinem künstlerischen Werk hat Levin auch eine Sammlung von fast 2.000 zum großen Teil in seinem Unterricht entstandener Kinderzeichnungen hinterlassen, die ein einzigartiges Zeugnis deutsch-jüdischer Kinder und Jugendlicher aus der Zeit des Nationalsozialismus darstellen. Nach dem Ende des jüdischen Schulwesens 1941/42 war Levin als Hilfsarbeiter für die Jüdische Gemeinde Berlin beschäftigt, die von der SS zu Zwangsarbeiten herangezogen wurde. Nach dem Zeugnis seiner engen Freundin Mieke Monjau wurde Levin so in seinen letzten Lebensmonaten auch zur Reinigung der aus den Vernichtungslagern zurückgekehrten Zugwaggons herangezogen.  

Seit 2003 erinnert das Julo-Levin-Ufer im Düsseldorfer Medienhafen an den so eng mit Düsseldorf verbundenen Künstler.     

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