Animal Actors – Tierische Stars in Film und TV
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Die Sonderausstellung „Animal Actors – Tierische Stars in Film und TV“ widmet sich den verschiedenen Weisen, wie Tiere - von präkinematografischen Techniken und dem frühen Film an, bis hin zum Spiel- und Dokumentarfilm sowie schließlich in CGI-gestützten Animationen – vor die Kamera gebracht, repräsentiert und durch filmische Techniken immer auch hergestellt wurden. Das „filmische Tier“ offenbart bei genauer Betrachtung ikonographische Rückgriffe auf die Kultur- und Kunstgeschichte, zeugt aber auch von einem neu einsetzenden Interesse an Anatomie und Bewegung sowie an dem ebenso archaisch geprägten wie soziokulturellen Veränderungen unterworfenen Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Eine Filmreihe begleitet die Sonderausstellung.
Mai: Deep Blue – Verborgene Tierwelten
Das Genre des Tierfilms war beim Einsatz neuer Aufnahmeverfahren - ob mit Mikro-, Makro- oder Unterwasseraufnahmen oder durch die Verwendung von Teleobjektiven, Drohnen und Minikameras, die direkt am Tier befestigt werden können – stets sehr innovativ. Dieser Innovation lag der Versuch zugrunde, mit der Kamera dem Tier in seiner natürlichen Umgebung und Verhaltensweise so nahe wie möglich zu kommen. Narrative und erzählerische Mittel wie gezielte Vermenschlichung oder der Einsatz der „voice of God” als außerfilmische Erzählstimme, zeugen ebenso von diesem Identifikationswunsch, werden aber auch als manipulativ und sentimental kritisiert. Dem Erfolg der Tierdokumentation hat dies keinen Abbruch getan und immer aufwendigere, kostspielige Produktionen ziehen bis heute ein großes Publikum in die Kinos.
Insbesondere die Tierwelt der Meere zieht uns in ihren Bann und die Filmtechnik verspricht, in unzugängliche Tiefen vorzudringen. Neben den „tierischen Stars“ gewinnen die Tierfilmenden als Abenteurer*innen
und Entdeckende ebenfalls an Profil und Star-Appeal. Jacques-Yves Cousteau, Hans und Lotte Hass oder Sir David Attenborough treten in ihren Filmen nicht nur als Filmemacher*innen, sondern in erster Linie als Forscher*innen auf, die wir auf ihren Expeditionen begleiten dürfen und die sowohl den filmischen Text vermitteln, als auch den Off-Kommentar sprechen. In jüngeren Produktionen treten schließlich bekannte Schauspieler*innen an ihre Stelle und leihen einer stets neu zu entdeckenden Tierwelt ihre Stimmen. Die Tierdokumentation bleibt ein Spektakel, das trotz Aufwand und eindrucksvoller Szenerie eine immer wichtiger werdende ökologische Botschaft zum Schutz der Natur und ihrer Bewohner*innen nicht vergisst.
Mi 3.5. 20:00 I So 14.5. 15:00
LE MONDE DU SILENCE
DIE SCHWEIGENDE WELT
F 1956 · 85 min · DF · 35mm · FSK 6
R: Jacques-Yves Cousteau, Louis Malle · B: Jacques-Yves Cousteau · K: Edmond Séchan, Louis Malle, Jacques Yves Cousteau, Albert Falco, Frédéric Dumas · D: Jacques-Yves Cousteau, François Saout, Frédéric Dumas u.a.
Vorfilm:
L'HIPPOCAMPE
DAS SEEPFERDCHEN
F 1933 · 14 min · OmeU · 35mm · FSK 6
R/B: Jean Painlevé · K: André Raymond
Do 4.5. 20:00
BLACKFISH
USA 2013 · 83 min · OmU · digital1080p · FSK 12
R: Gabriela Cowperthwaite · B: Gabriela Cowperthwaite, Eli Despres, Tim Zimmermann · K: Jonathan Ingalls, Chhristopher Towey
So 7.5. 17:00
DEEP BLUE
GB·D 2003 · 91 min · DF · digital1080p · FSK 0
R: Andy Byatt, Alastair Fothergill · B: David Attenborough · K: Rick Rosenthal, Doug Allan, Peter Scoones u.a.
Fr 9.5. 18:00
THE COVE
DIE BUCHT
USA 2009 · 90 min · DF · digital1080p · FSK 6
R: Louie Psihoyos · B: Marc Monroe · K: Brook Aitken
Fr 9.5. 20:00
LEVIATHAN
USA 2012 · 87 min · ohne Dialog · digitalDCP · ab 18
R/B/K: Lucien Castaing-Taylor, Verena Paravel
So 14.5. 17:00
OCÉANS
UNSERE OZEANE
F 2009 · 99 min · DF · digitalDCP · FSK 6
R: Jacques Perrin (auch Sprecher), Jacques Cluzaud · B: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud, Francois Sarano, Stéphane Durand, Laurent Debas · K: Rick Rosenthal, Doug Allan, Peter Scoones u.a.