Ergebnisse der Bürgerbefragung 2017 jetzt online

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Ergebnisse der Bürgerbefragung 2017 (Deckblatt)

Im März und April dieses Jahres waren rund 16.000 Bürger vom Amt für Statistik und Wahlen schriftlich um ihre Teilnahme gebeten worden. 5.094 Fragebögen konnten diesmal ausgewertet werden

Die Ergebnisse der dritten Allgemeinen Befragung der Bürger in Düsseldorf bestätigen, dass die Düsseldorfer gerne in ihrer Stadt leben und die Lebensqualität in der Landeshauptstadt schätzen. Im März und April dieses Jahres waren rund 16.000 Bürger vom Amt für Statistik und Wahlen schriftlich um ihre Teilnahme gebeten worden. 5.094 Fragebögen konnten diesmal ausgewertet werden. Dies entspricht einer Ausschöpfungsquote von 32 Prozent.

Neben den Standardfragen, die bereits in den Befragungen in den Jahren 2015 und 2016 gestellt wurden, lag in diesem Jahr der Schwerpunkt auf dem Thema "Kultur". Die Ergebnisse zu diesem Schwerpunktthema werden voraussichtlich Anfang 2018 in einem separaten Analysebericht veröffentlicht werden.

"Es freut mich sehr, dass 90 Prozent der Befragten offenbar gerne in unserer Stadt leben. Dass soviele Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teilgenommen haben, zeigt auch, dass ihnen ihre Stadt am Herzen liegt und sie gerne daran mitwirken, sie noch attraktiver zu machen", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Allgemeine Lebensqualität in Düsseldorf sehr hoch
Auf die Frage, ob sie gerne in Düsseldorf oder lieber woanders wohnen würden, geben 90 Prozent der Befragten an, dass sie gerne in Düsseldorf leben. 88 Prozent beurteilen die Lebensqualität in der Stadt mit "sehr gut" oder "gut".

Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbereichen in Düsseldorf
Unter den infrastrukturellen Einrichtungen und Angeboten in Düsseldorf zählen erneut die "Einkaufsmöglichkeiten" und die "Kulturellen Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien" zu den am positivsten bewerteten Bereichen: 89 beziehungsweise 85 Prozent sind hiermit sehr zufrieden oder zufrieden. Auch mit "Kulturellen Veranstaltungen", "Gesundheitlicher Versorgung" sowie den "Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten" sind jeweils mehr als drei Viertel der Düsseldorfer sehr zufrieden oder zufrieden. Den geringsten Zufriedenheitswert weist, wie bereits in den letzten zwei Jahren, der "Wohnungsmarkt" auf, 51 Prozent sind damit unzufrieden. Auch die "Situation für Fahrradfahrende" ist für 38 Prozent der Befragten nicht zufriedenstellend - dennoch hat die Zufriedenheit mit der Situation für Fahrradfahrende seit 2015 insgesamt etwas zugenommen: war vor zwei Jahren nur jeder Fünfte mit der Situation für Fahrradfahrer zufrieden, so ist es nun etwa jeder Vierte.

Problemwahrnehmung - die aus Sicht der Befragten zurzeit größten Probleme in Düsseldorf
Zu den am häufigsten genannten größten Problemen in Düsseldorf gehören "zu hohe Mieten", "zu viel Straßenverkehr", "zu unsichere Radwege", ein "unzureichendes Wohnungsangebot" sowie "zu wenige Radwege" - diese Punkte werden jeweils von mehr als 40 Prozent der Befragten als größte Probleme wahrgenommen. Die fünf am häufigsten genannten größten Probleme sind seit 2015 die gleichen geblieben, lediglich die Anteilswerte haben sich zum Teil verändert. So werden "zu hohe Mieten", "zu viel Straßenverkehr" und "unzureichendes Wohnungsangebot" heute noch häufiger als größte Probleme angesehen als 2015, "zu wenige Radwege" dagegen seltener (minus 7 Prozentpunkte).

Image der Stadt Düsseldorf: wirtschaftskräftig, international und lebenswert
In Bezug auf sein Image wird Düsseldorf von seinen Bürgern vor allem als "wirtschaftskräftig", "international", "lebenswert", "modern", "lebendig" und "urban" wahrgenommen. Bei diesen Eigenschaften werden Zustimmungsanteile von jeweils mindestens 80 Prozent erreicht. 48 Prozent der Düsseldorfer sehen ihre Stadt als familienfreundlich und 44 Prozent als kinderfreundlich an.

Ansehen und Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung
Fast jeder Zweite stellt der Stadtverwaltung ein positives Zeugnis aus und gibt an, dass das Ansehen der Stadtverwaltung bei ihm persönlich "gut" sei. Gleichzeitig glaubt nur ein Drittel der Befragten, dass die Stadtverwaltung auch in der Öffentlichkeit ein gutes Ansehen genießt.

Vorschläge für Mehrausgaben und Einsparungen im städtischen Haushalt
Erneut wurde die Möglichkeit geboten, Vorschläge für Mehrausgaben und Einsparungen im städtischen Haushalt zu machen. Auch hier sind die Ergebnisse nahezu identisch mit den Werten des Vorjahres. Mehrausgaben wünschen sich die Düsseldorfer vor allem für die folgenden Aufgabenbereiche:
Allgemein- und berufsbildende Schulen (75 Prozent)
Kindergärten und Kindertageseinrichtungen (72 Prozent)
Ausbau des Fahrradwegenetzes sowie Wohnungsbau (jeweils 68 Prozent)
Öffentliche Sicherheit/Schutz vor Kriminalität (63 Prozent)

Spitzenreiter der Bereiche, die nach Ansicht der Befragten Einsparungsmöglichkeiten bieten, sind die Folgenden:
Stadtmarketing (46 Prozent)
Wirtschaftsförderung (20 Prozent)
Ausbau der Parkmöglichkeiten sowie Verkehrsberuhigung in Wohngebieten (jeweils 16 Prozent) 
Integration ausländischer Mitbürger sowie Begegnungsstätten für alle (jeweils 15 Prozent)

Unverändert bleiben sollen die Ausgaben vor allem bei:
Volkshochschule (78 Prozent)
Stadtbücherei (76 Prozent)
Theater, Museen, kulturelle Veranstaltungen (68 Prozent)
Sportanlagen (67 Prozent)
Parks und Grünanlagen (62 Prozent)

Verkehr
Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gibt an, dass sie häufiger Busse und Bahnen nutzen würde, wenn die Fahrtkosten niedriger wären (54 Prozent). Das ist mit Abstand die am häufigsten gewünschte Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Jeder Dritte wünscht sich, dass die Verkehrsmittel pünktlicher sind (35 Prozent; 2015: 35 Prozent) und eine günstigere Taktung wünschen sich 31 Prozent. In Bezug auf eine häufigere Fahrradnutzung wünschen sich die Befragten vor allem mehr (52 Prozent) und sicherere (50 Prozent) Radwege.

Leben mit Kindern
63 Prozent der Befragten finden, dass Politik und Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf die Wünsche und Probleme von Familien mit Kindern "weniger stark" (56 Prozent) oder gar "überhaupt nicht" (7 Prozent) beachten. 90 Prozent finden, dass es sehr wenig oder eher wenig bezahlbaren, familiengerechten Wohnraum gibt. Auch die "Möglichkeiten zur Tagesbetreuung von Kindern unter 3 Jahren" werden von 71 Prozent als im Umfang zu wenig eingeschätzt.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage sind im Internet unter
www.duesseldorf.de/statistik-und-wahlen/statistik-und-stadtforschung/veroeffentlichungen.html abrufbar.