Förderung für Balkonsolaranlagen einkommensschwacher Haushalte

| Soziales Umwelt

Stellten Einzelheiten zur Förderung von Balkonsolaranlagen für einkommensschwache Haushalte vor: Sabine Tüllmann, Bürgerstiftung Düsseldorf, Umweltdezernent Jochen Kral und Friederike Behrends, Deutsche Postcode Lotterie (v.l.). Foto: David Young

Einkommensschwache Haushalte sind überproportional von den gestiegenen Energiekosten betroffen. Um die Belastung durch gestiegene Stromkosten abzumildern, wird die Landeshauptstadt unterstützt von der Bürgerstiftung Düsseldorf und der Deutschen Postcode Lotterie die Installation von Balkonsolaranlagen fördern. Voraussetzung dafür ist ein Beschluss des Rates der Stadt am Donnerstag, 9. März. Anträge können erst nach dem 15. März gestellt werden.

Eine Balkonsolaranlage kostet in der Anschaffung inklusive Montage rund 1.000 Euro und erzeugt bei guter Ausrichtung bis zu 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Zudem werden klimaschädliche Emissionen vermieden. Mit dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Zuschuss in Höhe von 800 Euro für eine Balkonsolaranlage und der zusätzlichen Förderung aus Mitteln der Deutschen Postcode Lotterie können einkommensschwache Haushalte zukünftig eine Balkonsolaranlage anschaffen, ohne dass ihnen Kosten entstehen. Stellt ein Haushalt den Förderantrag mit Hilfe der Caritas-Energiesparberatung, lassen sich weitere Stromspareffekte erzielen.

"Eine Balkonsolaranlage kann durch den kostenlos bereitgestellten Strom die aktuelle Stromkostensteigerung in etwa ausgleichen. Denn damit können ein Kühlschrank und eine Waschmaschine in einem Zwei-Personenhaushalt ein Jahr lang betrieben werden", erklärt Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität und Umwelt der Landeshauptstadt Düsseldorf. "Wir freuen uns, mit diesem Projekt insbesondere die Menschen unterstützen zu können, die die Energiekrise besonders hart trifft. Eine Balkonsolaranlage ermöglicht nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe, weil die Stromrechnung sinkt, sondern ist darüber hinaus gut für das Klima", sagt Sabine Tüllmann, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Düsseldorf.

"Für dieses Projekt für einkommensschwache Haushalte stellt die Deutsche Postcode Lotterie gerne 250.000 Euro bereit", sagt die Vorsitzende der Geschäftsführung, Friederike Behrends. "Es verbindet den sozialen Aspekt mit einem aktiven Engagement für den Klimaschutz und hat uns sofort überzeugt."

Umweltausschuss begrüßt Förderprogramm
Der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz hat das Förderprogramm für Balkonsolaranlagen für Haushalte mit geringem Einkommen in seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Februar, begrüßt und zustimmend zur Kenntnis genommen. In der weiteren Diskussion zeigte sich, dass von einigen Fraktionen Vorschläge zur Verbesserung des Programms hinsichtlich Effizienz und Zielgruppen unterbreitet wurden. Um dazu schneller zu einem Ergebnis zu kommen, hat der Ausschuss die Stadtverwaltung aufgefordert die abschließende Vorlage zu den Förderbedingungen nicht erst im April sondern bereits in der kommenden Ratssitzung Anfang März vorzulegen.

Die Stadtverwaltung hat zugesichert, diesen Auftrag nachzukommen. Damit entfällt die Notwendigkeit, ein besonderes Verfahren zur Beantragung der Balkonsolaranlagen vor dem Ratsbeschluss zu den Förderrichtlinien entgegenzunehmen.

Die Stadtverwaltung bittet daher darum, Förderanträge erst nach dem 15. März zu stellen. Balkonsolaranlagen, die gefördert werden sollen, dürfen erst gekauft werden, wenn den Antragstellern eine Rückmeldung zum Antrag mit einer Fördernummer zugeht. Weitere Einzelheiten finden sich unter www.duesseldorf.de/klimafreundlich-wohnen.

Bereits seit 2009 gibt es das bei der Caritas angesiedelte und von der Landeshauptstadt geförderte Angebot der kostenlosen Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte. Interessenten an einer solchen Beratung können sich per E-Mail an energiesparservice@caritas-duesseldorf.de wenden. Die Tipps der Energiesparberatung dienen zur Einsparung von Strom- und Wärmekosten im Haushalt, und zusätzlich prüfen die Energiesparberater der Caritas die Eignung einer Balkonsolaranlage am Wohnungsbalkon. Anschließend kann ab Mitte März der Antrag auf Förderung bei der Landeshauptstadt Düsseldorf gestellt werden. Es lohnt sich den Service der Caritas in Anspruch zu nehmen.