Gasfernleitung Aaper Wald: Neubepflanzung abgeschlossen

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48 Solitärbäume und 1.365 Sträucher wurden zur Wiederbepflanzung der Gasfernleitungstrasse in die Erde gesetzt, Foto: David Young.

Gründezernentin Helga Stulgies und Peter Ehlen, Projektleiter Pipelinebau Open Grid Europe, beim Abschluss der Wiederbepflanzung der Gasleitungstrasse, Foto: David Young.

Jetzt ist es so weit: Die Wiederbepflanzung des Arbeitsstreifens, der zur Erneuerung der Gasfernleitung der Firma Open Grid Europe diente, ist abgeschlossen.

Das Unternehmen hatte die Pflanzarbeiten in enger Abstimmung mit dem Gartenamt vollzogen. Gründezernentin Helga Stulgies und Peter Ehlen, Projektleiter Pipelinebau von Open Grid Europe, haben sich am Dienstag, 28. November, ein Bild von der neu bepflanzten Trasse gemacht.

Zuvor, im Mai war der Wander- und Reitweg wieder hergestellt worden. Damit waren die Bauarbeiten zur Erneuerung der Gasfernleitung auf 2,6 Kilometer Länge abgeschlossen und der Aaper Wald wieder uneingeschränkt nutzbar. Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit konnte aber die Wiederbepflanzung des Arbeitsstreifens nicht komplett abgeschlossen werden, da in der beginnenden warmen Jahreszeit ein Anwachsen neu gepflanzter Bäume nicht garantiert werden konnte. Erst jetzt, in den ersten Novemberwochen, konnte die Bepflanzung vollendet werden.

"Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Gepflanzt wurden vor allem heimische Gehölze wie Wildkirsche, Speierling oder Weißdorn. Als Solitärbäume kamen Winter- und Sommerlinden hinzu. Insgesamt wurden rund 1.365 Sträucher und Wildobstgehölze und 48 Solitärbäume neu in die Erde gesetzt", erklärte Gründezernentin Helga Stulgies.

Die Pflanzung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Stadt Düsseldorf. Bei der Wiederbepflanzung wurden auch bewusst Gebiete festgelegt, die der natürlichen Sukzession vorbehalten bleiben.

Der gesetzlich vorgeschriebene Schutzstreifen der Gasleitung von 5,70 Breite darf nicht bepflanzt werden. Daher wurde der neue Wanderweg über der Gasleitung angelegt, um dadurch möglichst viel Raum für die Wiederbepflanzung zu erhalten. Der Schutzstreifen bemisst sich ab der Mitte des Wanderweges.

Hintergrund: Konzept für den Baumerhalt und Optimierung des Arbeitsstreifens

Vor Beginn des Austausches der vorhandenen Gasleitung wurde durch ein externes Gutachterbüro ein Konzept entwickelt, das einen Baubetrieb mit möglichst großem Baumerhalt sicherstellte. Das Konzept zur Optimierung der Leitungstrasse schloss mit dem Ergebnis ab, dass 440 Bäume innerhalb des Arbeitsstreifens gefällt werden mussten und 159 erhalten bleiben konnten. Diese besonders zu schützenden Bäume wurden vor Beginn der Arbeiten mit einem Baumschutz versehen und nummeriert. Nur ein Baum musste gefällt werden, die übrigen 158 besonders schützenswerten Bäume innerhalb des Arbeitsraumes konnten erhalten werden.

Besonders erfreulich ist, dass die vor Beginn der Arbeiten getroffenen Vorkehrungen zum Baumerhalt im Arbeitsstreifen erfolgreich waren. Im Zuge der Arbeiten musste nur ein weiterer Baum innerhalb des Arbeitsstreifens gefällt werden. Dabei handelte es sich um eine Sandbirke, die bereits in der Vitalität stark eingeschränkt war.

Neben der Wiederbepflanzung des beanspruchten Arbeitsstreifens gibt es weitere Ausgleichsmaßnahmen die in der Genehmigung festgeschrieben sind. So werden rund 100 alte Biotopbäume im Aaper Wald ausgewiesen und markiert und nicht heimische Waldbestände im Forst in heimische Waldbestände verändert. Ferner wurde bereits am ehemaligen Truppenübungsplatz Gruitersaap ein 1,5 Hektar großes Gelände mit rund 7.500 Setzlingen aufgeforstet.