Igel
| Amt 68 News
Warnung vor falsch verstander Igel-Liebe
Im Herbst, wenn die Temperaturen sinken, bereiten Mensch und Tier sich auf den Wintern vor. Da wird es auch für Igel Zeit sich ein ausreichendes Winterfettpolster anzufuttern, bevor es in den Winterschlaf geht.
Manche der Stacheltiere wurden erst im Spätsommer geboren und haben noch nicht genügend Gewicht zugelegt, um heil über den Winter zukommen. Tierfreunde sollten aber nicht vorschnell einen Igel zur Überwinterung in ihr Haus holen; denn so ein Igel schafft es bei ausreichendem Futterangebot die fehlenden Pfunde zuzunehmen.
Außerdem müssen Igelfreunde berücksichtigen, dass der Igel nach der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Tierarten zählt. Igel dürfen deshalb grundsätzlich nicht eingesammelt und im Haus gehalten werden. Ausschließlich kranke, verletzte und überwinterungs- unfähige Tiere dürfen aufgenommen und gepflegt werden, bis sie im Frühjahr wieder ausgesetzt werden können. Dabei handelt es sich um eine ausgesprochen zeitaufwendige und schwierige Aufgabe, für die ein hohes Maß an Fachwissen erforderlich ist. Pflegeigel müssen selbstverständlich an der Stelle im Frühjahr wieder frei gelassen werden müssen, an der sie gefunden wurden.
Nicht jeder Igel ist im Winter vom Hungertod bedroht. Haben die kleinen Kerlchen Anfang November noch ein Gewicht von unter 500 Gramm und keinen ausreichend geschützten Winterschlafplatz, dann wird es kritisch. Ein Igel, der tagsüber im Schnee herumläuft oder Gleichgewichtsstörungen hat braucht auf jeden Fall Hilfe. Da die Tiere eigentlich nachtaktiv sind, könnte ein tagaktiver Igel auch krank sein. Tierärzte können einem solchen, oft kranken, Tier helfen.
Überlebenshilfe für Igel im Garten
So manches wohlgemeint eingesammelte Tier wäre besser an seinem Fundort geblieben und hätte keine Unterstützung benötigt. Sinnvoller als die Wildtiere zu ihrem Winterschlaf einfach bei sich einzuquartieren ist es, ihre natürlichen Lebensräume zu erhalten und zu verbessern. Dazu gehört, dass man im Garten Hecken und Gebüsch pflanzt und auch Kompost-, Reisig- und Holzhaufen anlegt. Diese bieten ideale Rückzugsgebiete und Überwinterungsplätze für die stachligen Gesellen. Den Garten nicht ganz von Laub zu befreien, sondern die Blätter einfach liegen zu lassen ist ebenfalls nützlich für die Tiere. Für Igel schädliche Pflanzenschutzmittel sollten im Garten möglichst nicht eingesetzt werden, so die Empfehlung weiter.
Igel im Garten füttern
Reicht das Futterangebot in der Natur nicht aus, so sieht man Mecki sogar tagsüber auf Futtersuche. Der aufmerksame Igelfreund kann in seinem Garten dann abends einen Napf mit Katzen- oder Hundefutter anbieten. Da die Tiere nachtaktiv sind stellt man abends Futter und Wasser in kippsicheren, flachen Näpfen aus. Das Igelmenü besteht aus besagtem Dosenfutter und kann noch angereichert werden mit Haferflocken und etwas Vitaminpulver. Leckerbissen sind Mehlwürmer und Haselnuss- oder Walnusskerne.