Ihre Meinung zum "Blaugrünen Ring" ist gefragt!

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Luftbild zum "Blaugrünen Ring" im Zentrum Düsseldorfs; Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Stellten das Projekt "Blaugrüner Ring" vor (v.l.): Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Planungsdezernentin Cornelia Zuschke und Thorben Meier, Leiter Markenkommunikation Düsseldorf Marketing; Foto: David Young

Die Bürgerbeteiligung hat begonnen. Ziel des Projektes ist es, aus den innerstädtischen Grün- und Uferzonen sowie den dortigen Museen und Kulturinstitutionen eine einzigartige Kunst- und Kulturlandschaft entstehen zu lassen.

Die Bürgerbeteiligung für den "Blaugrünen Ring" hat begonnen. Im Frühjahr hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel das Projekt im Herzen der Düsseldorfer Innenstadt auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes erstmalig vorgestellt. Ziel des Projektes ist es, aus den innerstädtischen Grün- und Uferzonen mit Rhein und Parkanlagen sowie den dortigen Museen und Kulturinstitutionen eine einzigartige Kunst- und Kulturlandschaft entstehen zu lassen. Um ein übergreifendes Konzept für einen solchen urbanen Raum zu finden, von dem Bürgerschaft, Kulturszene und Touristen profitieren, erfolgt Ende 2018 die Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbs, der sich an Fachbüros für Architektur, Stadt- und Freiraumplanung richtet.

Dieser Wettbewerb gründet auf einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung, deren Erkenntnisse zur Konkretisierung der Auslobung unabdingbar sind. Vom heutigen Mittwoch (11. Juli) an bis in den Herbst hinein werden daher eine Vielzahl an Aktionen und Formaten zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. OB Thomas Geisel stellte Wettbewerb und Details zur Bürgerbeteiligung gemeinsam mit Planungsdezernentin Cornelia Zuschke und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe sowie Thorben Meier, Leiter Markenkommunikation der Düsseldorf Marketing, vor.

Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Mit dem Projekt Blaugrüner Ring wollen wir die städtebaulichen Verbindungen zwischen den kulturellen Einrichtungen im Zentrum der Stadt noch enger knüpfen und erfahrbar machen. Die umfassende Bürgerbeteiligung stärkt die Identifikation der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit der Kultur in ihrer Stadt und sorgt dafür, dass jeder sich einbringen kann."

"Das Projekt des 'Blaugrünen Rings' ist die einmalige Chance, Freiraum und Kultur zu einer erleb- und wahrnehmbaren Stadtlandschaft zu verbinden. Hierfür suchen wir mit einem internationalen Wettbewerb die besten und kreativsten Ideen, maßgeschneidert für unsere Stadt. Dabei ist es für eine gute Grundlagenermittlung sehr wichtig, alle Nutzergruppen vom Kunstliebhaber über Spaziergänger, Spielplatzbesucher und Radfahrer etc. für eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung zu gewinnen. So können die internationalen Planungsteams von Anfang an bei ihrer Ideenfindung auf das Expertenwissen der Akteure vor Ort zurückgreifen", sagt Planungsdezernentin Cornelia Zuschke.

"Düsseldorf ist geprägt durch bedeutende Kultureinrichtungen. Dies stärker nach außen hin sichtbar zu machen, ist eine der Handlungsempfehlungen des im letzten Jahr verabschiedeten Kulturentwicklungsplanes. Der 'Blaugrüne Ring' knüpft daran an, will das Zentrum von Düsseldorf mit seinen Kulturinstitutionen zu einer attraktiven und erlebbaren Kultur- und Stadtlandschaft weiter entwickeln. Stadtplanung und Kultur ergänzen sich, um Düsseldorf national und international als lebenswerte Stadt zu positionieren", erklärt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.

Im Zuge der Beteiligung haben die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, etwas über ihre Lieblingsplätze und über die von ihnen gemiedenen Orte zu sagen. Sie können Wünsche und Änderungsbedürfnisse aufzeigen oder einfach nur sagen, was ihnen am "Blaugrünen Ring" besonders gut gefällt. Man kann eigene Wege innerhalb des Rings einzeichnen oder angeben, wo unter Umständen über eine bessere Wegführung nachgedacht werden sollte. Zentraler Anlaufpunkt, um etwas zu diesen Punkten zu sagen, ist die Beteiligungswebsite www.blaugruener-ring.de, die ab sofort online ist. Neben der Möglichkeit, auf dem Internet-Portal seine eigene Meinung einfließen zu lassen, finden Bürgerinnen und Bürger dort auch die wichtigsten Informationen rund um das Projekt. Begleitet wird diese Aktion durch eine crossmediale Werbekampagne, die die URL der Website bekannt machen soll.

Flankierend zur Website bieten weitere Beteiligungsformate viel Gelegenheit zur Partizipation:

- Durch 36 geführte Stadtspaziergänge ist der "Blaugrüne Ring" nicht nur digital, sondern auch real erlebbar: Zwischen dem 2. August und 29. September bietet sich Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, viel über die Vergangenheit und Gegenwart des Blaugrünen Rings zu erfahren und seine Zukunft mitzugestalten. Die Spaziergänge führen vom Graf-Adolf-Platz bis zum Ehrenhof, dauern rund zwei Stunden und können kostenfrei gebucht werden unter: www.duesseldorf-tourismus.de/oeffentliche-touren/buergerbeteiligung-zum-blaugruenen-ring/ 

- Durch einen mobilen Touchtable – eine Art riesiges Tablet – können sich auch die Besucher der Düsseldorfer Kulturinstitutionen an der Meinungsbildung beteiligen. Jeweils für eine Woche wird der Touchtable auf seiner "Beteiligungstour" in verschiedenen Häusern entlang des Blaugrünen Rings verfügbar sein. Die Tour ist für die Monate August und September geplant. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.

- Befragungsteams werden zudem in den Sommermonaten verschiedene Outdoor-Events in den Grünflächen und am Rheinufer nutzen, um Bürgerinnen und Bürger direkt für eine Befragung anzusprechen.

- Ein besonderer Fokus wird darüber hinaus auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen liegen. Kern dieser Maßnahmen werden spezielle Beteiligungsformate sein, die mit dem Stadtmuseum Düsseldorf konzipiert werden und für die Zeit direkt nach den Sommerferien geplant sind.  
 
- Schon jetzt können sich alle Interessierten den Freitag, 14. September, in ihre Kalender eintragen. An diesem Tag richtet Oberbürgermeister Thomas Geisel ein Symposium für Bürger, Politik und Fachleute aus. Dieses ist unter anderem als Zwischenfazit der bisherigen Beteiligung zu verstehen, deren Ergebnisse dort vorgestellt werden. Neben den Stimmen aus der Öffentlichkeit ist der Landeshauptstadt die professionelle Sicht auf das Thema "von außen" dabei ebenso wichtig. Daher wurden für die Veranstaltung auch Fachleute mit internationaler Erfahrung als Redner eingeladen.  

Die Auslobung, in der die Erkenntnisse aus dem Beteiligungsprozess einfließen, wird danach der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt. Die teilnehmenden Teams sollen sich spätestens ab Januar 2019 mit der Wettbewerbsaufgabe befassen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung am Blaugrünen Ring ist damit aber noch nicht beendet. Sie wird den gesamten Wettbewerb durch verschiedene Beteiligungsformate (Workshops etc.) dauerhaft begleiten.

Hintergrund: Der Blaugrüne Ring (Arbeitstitel)
Düsseldorfs Innenstadt wird von einem einzigartigen Blaugrünen Ring umspannt. Das Blau ist dabei der Rhein beziehungsweise die lebendige Rheinuferpromenade. Eine urbane Waterfront, die das Leben in Düsseldorf nahtlos mit dem großen Fluss verbindet. Das Grün bildet eine kulturhistorische Park- und Gartenachse, die Ehrenhof, Hofgarten, Königsallee, Ständehauspark und Spee‘schen Graben miteinander verknüpft. Zusammen bilden das Blau und das Grün eine rund vier Kilometer lange Flaniermeile, auf der man mühelos Düsseldorfs schönste Plätze, Aussichten und Sehenswürdigkeiten erleben kann – insbesondere weil viele der 20 Museen, viele Galerien und wichtige Kulturorte wie Tonhalle, Oper oder Schauspielhaus auf oder direkt an diesem Ring liegen.
    
Der Fahrplan des Wettbewerbs
Die zu entwickelnde Vision soll das in diesem Stadtgebiet schlummernde Potenzial einer einzigartigen Kunst- und Kulturlandschaft stärker ins Bewusstsein rücken, mit neuem Leben erfüllen und in die Zukunft tragen. Der zur Entwicklung dieser Vision international ausgeschriebene Wettbewerb ist zweistufig und beginnt Ende 2018. Bis zum Sommer 2019 haben die am Wettbewerb teilnehmenden Fachbüros dann Zeit, an ihren Ideen und Entwürfen zu arbeiten. Parallel dazu erfolgt eine weitere, vertiefende Beteiligung der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Am Ende dieser Phase werden durch eine Fachjury die Wettbewerbsbeiträge ausgewählt, die es in die zweite Wettbewerbsrunde schaffen. Dort werden die im Wettbewerb verbliebenen Fachbüros ihre Entwürfe in der zweiten Jahreshälfte 2019 weiter konkretisieren. Ende 2019 erfolgt schließlich erneut eine öffentliche Präsentation. Im Anschluss daran tagt die Jury zur Auswahl und Vorstellung der Siegerentwürfe.