Internationale Krisenmanagement-Konferenz der Feuerwehr
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Die "International Crisis Management Conference" (ICMC) bietet seit 2003 eine Plattform für Fachleute aus dem öffentlichen Sektor, um sich in den Bereichen Krisen-, Notfall- und Sicherheitsmanagement bei Events auszutauschen und fortzubilden: So trafen sich Experten aus elf Ländern aus den verschiedenen Fachrichtungen von Feuerwehr, Polizei sowie Verantwortliche für Krisenmanagement und Gefahrenabwehr zu einem internationalen Erfahrungsaustausch in der Landeshauptstadt. Auch vier Delegierte aus Moskau nahmen teil und dokumentierten so die besondere Verbindung der beiden Partnerstädte auch auf dem Gebiet des Krisenmanagements: Düsseldorf wurde auf Initiative und Einladung Moskaus hin im Jahr 2006 in den Kreis der internationalen Teilnehmer bei der ICMC aufgenommen.
Der Schwerpunkt lag auf den möglichen Gefahren und Herausforderungen, die während der Planung und Realisierung von Großevents auftreten können. Nachdem der Kongress unter anderem in Wien, Tallinn, und Moskau stattgefunden hat, konnte sich nun Düsseldorf in die Reihe der internationalen Ausrichter eingliedern. Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies: "Die Düsseldorfer Feuerwehr ist stolz darauf, dass sie nach Kongressen in Riga 2016 sowie im letzten Jahr in Ljubljana nun Ausrichter der 13. Internationalen Krisenmanagement-Konferenz sein konnte. Unsere Stadt war somit Gastgeber für einen Fachkongress, bei dem Spezialisten aus aller Welt - die in ihrem Arbeitsalltag ähnlichen Herausforderungen gegenübertreten - ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen sowohl austauschen als auch durch neue Erkenntnisse erweitern konnten."
Es war eine erfolgreiche Veranstaltung bei der 40 Experten aus elf Ländern ihr Fachwissen austauschten und so eine internationale Übersicht über allgemeine Veranstaltungssicherheit bekamen. In insgesamt sieben Präsentationen teilten Experten verschiedener Fachbereiche, die mit dem Thema Krisenmanagement und Sicherheit bei Großveranstaltungen zu tun haben, ihr Wissen. Den Beginn machte Thomas Hußmann, verantwortlich bei der Düsseldorfer Feuerwehr für Krisenmanagement und Großveranstaltungen. Zuletzt war er Gesamtverantwortlicher für das Sicherheitsmanagement des Starts der Tour de France in Düsseldorf. Bei der 13. ICMC erläuterte er am Beispiel des Grand Départ 2017 die Herausforderungen und Vorgehensweisen des Sicherheitsmanagements bei komplexen Großveranstaltungen.
Anhand aktueller Szenarien wurden in weiteren Präsentationen unter anderem Gedränge oder Warteschlangen bei sozialen Einlasssituationen, die Erfahrungen der Stadt Tallinn mit der Organisation großer Sportereignisse oder europäische Basketballmeisterschaft 2013 in Slowenien thematisiert.
Höhepunkt der 13. Internationalen Krisenmanagement-Konferenz war die geführte Tour durch die Düsseldorfer Altstadt. Die Feuerwehr Düsseldorf zeigte dort anhand des weit über die Grenzen Düsseldorfs anerkannten "Einsatzplan Altstadt" wie Einsätze in den engen und verwinkelten Straßen realisiert werden. Im Einsatzplan werden Schnittstellen zur Einsatzabwicklung von Feuerwehr und Rettungsdienst, der Polizei sowie der Ordnungsbehörde beschrieben. Bei Bränden sowie bei Großveranstaltungen wird dieser Plan angewendet. Insbesondere sind Zufahrten von Einsatzfahrzeugen, Übergabepunkte von Patienten oder Räumungsszenarien zum Freimachen der engen Gassen bei Feuerwehreinsätzen detailliert und an die Praxis angepasst formuliert.
Auch für das kommende Jahr steht schon eine große Metropole als Ausrichter fest. Der Internationale Krisenmanagement-Kongress findet 2019 in der tschechischen Hauptstadt Prag statt.