Kita-Jahr 2018/19: 21 neue Kitas gehen in Betrieb
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Auch für das neue Kita-Jahr 2018/19 (1. August 2018 bis 31. Juli 2019) hat sich das Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgenommen, wieder viele neue Plätze in der Kinderbetreuung zu schaffen: Im Vergleich zur letztjährigen Planung ist vorgesehen, insgesamt rund 500 neue Plätze bereitzustellen, von denen 171 Plätze auf Kinder unter drei Jahren und 323 Plätze auf Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt entfallen.
Die Versorgungsquote wird damit leicht auf 47,8 Prozent für Kinder unter drei Jahren steigen und bei 99,1 Prozent für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt liegen. "Wir werden damit zur Mitte des nächsten Jahres insgesamt 9.052 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 18.183 Plätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt anbieten. Zusammen werden wir damit 27.235 Kinderbetreuungsplätze haben", erläutert Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bei der Vorstellung der Zahlen. Diese Zahlen sind Teil des Antrages auf Landesmittel nach dem Kinderbildungsgesetz, die dem Jugendhilfeausschuss zur Beschlussfassung vorliegen.
Hintzsche betont zugleich, welche Herausforderung der Ausbau der Kinderbetreuung in Düsseldorf bedeutet: "Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Grundstücken und Räumlichkeiten, um neue Kitas zu schaffen. Diese Suche wird aber von Jahr zu Jahr schwieriger. Gleichzeitig haben wir in der wachsenden Stadt immer mehr Kinder. Nach der jüngsten Prognose wird sich die Zahl der Kinder im Alter bis fünf Jahren bis 2025 weiter um rund 1.200 erhöhen."
In der Betreuung der Kinder bis drei Jahren spielt die Tagespflege eine wichtige Rolle. Von den insgesamt rund 9.000 Plätzen werden 3.000 Kinder in Tagespflege betreut, die damit einen sehr wesentlichen Betreuungsbeitrag leistet. "Wir wollen die Tagespflege weiter ausbauen und attraktiver machen", unterstreicht Jugendamtsleiter Johannes Horn. Künftig wird es Eltern möglich sein, die Online-Vormerkfunktion auch für die Tagespflege zu nutzen, wie es die Eltern aus dem Kita-Navigator bereits kennen.
Die Vergabeverfahren für Kita-Betreuungsplätze konnten signifikant beschleunigt werden. Bis zum 27. Februar wurden bereits 3.120 Kita-Verträge mit Eltern geschlossen. Insgesamt stehen zum 1. August rund 6.000 Kita-Plätze zur Vergabe an. Dadurch, dass eine Befristung von 14 Tagen für die Eltern eingeführt wurde, binnen der sie sich für das Platzangebot einer Kita entscheiden müssen, kann jetzt auch das Nachrückverfahren beschleunigt werden. Damit erhalten Eltern früher Klarheit, ob ihr Kind zum 1. August tatsächlich auch in einer Kita aufgenommen wird.
Die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder mit Behinderungen steigt im neuen Kita-Jahr auf 625 Plätze. Die Steigerung ist auf eine Ausweitung der integrativen Plätze in den Kitas zurückzuführen.
In jedem Kalenderjahr versucht die Landeshauptstadt Düsseldorf 1.000 zusätzliche Betreuungsplätze in geförderten Tageseinrichtungen oder durch neue Tagespflegeangebote zu schaffen. Diese Zielvorgabe wurde 2017 erreicht. Durch die neue Jugendhilfeplanung werden nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dieses Ziel auch 2018 erneut zu erreichen.
Neue Tageseinrichtungen
Es entstehen kontinuierlich neue Tageseinrichtungen in Düsseldorf, um die Kinderbetreuung zu verbessern. Im Jahr 2017 nahmen elf neue Tageseinrichtungen mit insgesamt 529 Plätzen ihren Betrieb auf:
• Kavalleriestraße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Malmedyer Straße im Stadtbezirk 4 (neue Kita)
• Hochstraße im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
• Grafenberger Allee im Stadtbezirk 2 (neue Kita)
• Moorenstraße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Am Litzgraben im Stadtbezirk 5 (neue Kita)
• Siegburger Straße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Roderbirkener Straße im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
• Grüner Weg im Stadtbezirk 8 (neue Kita)
• Kanzlerstraße im Stadtbezirk 6 (Erweiterung einer bestehenden Einrichtung)
• Daimlerstraße im Stadtbezirk 2 (Ersatzneubau)
Für das Kitajahr 2018/19 wird mit der Inbetriebnahme von zwölf neuen Tageseinrichtungen und sechs Ersatzneubauten gerechnet. Durch diese Baumaßnahmen können rund 950 neue Plätze geschaffen werden, deutlich mehr als im Vorjahr. Die Errichtung von Ersatzneubauten zielt im Übrigen nicht nur allein auf die Erweiterung des Platzangebotes ab. Ersatzneubauten sind erforderlich, um die bestehenden Angebote zukunftssicher zu machen und die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren in den Einrichtungen zu ermöglichen. Es entstehen zudem drei Provisorien im Vorgriff auf neue Kitas. Diese sind im Einzelnen:
• Ulenbergstraße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Wettinerstraße im Stadtbezirk 4 (Ersatzneubau)
• Prinzenallee II im Stadtbezirk 4 (neue Kita)
• Münsterstraße im Stadtbezirk 6 (neue Kita)
• Königsberger Straße im Stadtbezirk 8 (neue Kita)
• Hügelstraße im Stadtbezirk 9 (neue Kita)
• Potsdamer Straße im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
• Wimpfener Straße im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
• Werstener Friedhofstraße im Stadtbezirk 9 (Provisorium)
• Dreherstraße im Stadtbezirk 7 (Ersatzneubau)
• Schwannstraße im Stadtbezirk 1 (neue Kita)
• Wanheimer Straße im Stadtbezirk 6 (neue Kita)
• Lichtenbroicher Weg im Stadtbezirk 6 (Provisorium)
• Kevelaer Straße im Stadtbezirk 4 (Ersatzneubau)
• Mindener Straße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Witzelstraße im Stadtbezirk 3 (neue Kita)
• Westfalenstraße im Stadtbezirk 6 (neue Kita)
• Kaldenberger Straße im Stadtbezirk 9 (neue Kita)
• Gladbacher Straße im Stadtbezirk 3 (Ersatzneubau)
• Flinger Richtweg im Stadtbezirk 2 (Provisorium)
• Oststraße im Stadtbezirk 1 (neue Kita)
"Die Auflistung zeigt, dass wir alles uns mögliche unternehmen, um die Kinderbetreuung quantitativ auszubauen. Daneben wollen wir auch die Qualität der Betreuung sichern. Beides hat in unserer Stadt eine sehr hohe Priorität", stellt Stadtdirektor Hintzsche resümierend fest.