Masterplan Industrie - Stadt und Industrieunternehmen im Dialog
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Der Masterplan Industrie (MPI) ist eine Initiative von Stadt, IHK, Industrieunternehmen, Verbänden und Vereinen. Sie wurde 2011 ins Leben gerufen, um Düsseldorf als wichtigen Industriestandort zu sichern. Regelmäßig treffen sich vier Arbeitsgruppen zu den Themen Flächen/Infrastruktur; Technologie/Clusterpolitik, Energie und Mobilität, Image- und Profilbildung.
Am 12. Dezember tagte der Steuerungskreis, um ein Resumée des Jahres 2016 zu ziehen und kommende Arbeitsschwerpunkte festzulegen. . Oberbürgermeister Thomas Geisel, Andreas Schmitz, Präsident der IHK Düsseldorf, und die übrigen Vertreter des Steuerungskreises trafen sich im Rathaus.
OB Geisel: "Einer der wichtigsten Bausteine zur Sicherung unserer Industriebetriebe und somit der Sicherung zahlreicher industrieller Arbeitsplätze war in diesem Jahr sicherlich die Unterzeichnung der Hafenvereinbarung, auf die wir lange warten mussten. Mir persönlich war es ein besonderes Anliegen, diese endlich zur Unterschriftsreife zu bringen, weil jetzt unsere Hafenbetriebe Planungssicherheit gewonnen haben."
"Wir wollen den Industriestandort zukunftsfest machen. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit Innovations- und Digitalisierungsthemen. Neue Impulse können unsere Industrieunternehmen durch den neuen "digihub Düsseldorf/Rheinland" bekommen, den wir in der vergangenen Woche eröffnet haben", OB Geisel weiter. "Das Thema Industrie 4.0 bzw. die Digitale Transformation von Unternehmens- und Produktionsprozessen ist eines der bedeutendsten für die Wirtschaft überhaupt. Wir haben dies erkannt und uns frühzeitig mit dem digihub in Position gebracht. Bereits jetzt kooperieren zahlreiche Industrieunternehmen mit unserem Hub."
"Als neu gewählter Präsident der IHK Düsseldorf werde ich die Arbeit meines Vorgängers, Professor Dr. Ulrich Lehner, im Masterplan Industrie natürlich fortsetzen. Dieser hat nach wie vor eine hohe Relevanz für die Stadt Düsseldorf", so Andreas Schmitz. "Der Dialog und die Kultur des Miteinanders für die gemeinsame Sache zwischen den Stakeholdern Stadtspitze, Stadtverwaltung, Industriekreis, Industrieunternehmen und IHK ist mittlerweile selbstverständlich geworden und das ist auch gut so. Wichtig ist auch, dass sich der Masterplan kontinuierlich weiterentwickelt und neue Handlungsfelder aufgreift."
Hier die aktuellen Schwerpunkte der Arbeitsgruppen im Jahr 2016
AG 1 "Flächen/Infrastruktur"
Vor dem Hintergrund wachsender Flächenansprüche der Wohnnutzung hat sich die Arbeitsgruppe mit einem Konzept zur mittel- bis langfristigen Versorgung der Betriebe mit Baugrundstücken beschäftigt. In einem ersten Schritt sollen sogenannte Gewerbe- und Industriekernzonen in Düsseldorf festgelegt werden, die ausschließlich einer gewerblich-industrielle Nutzung vorbehalten bleiben sollen – im Sinne einer "Schutzzonen-Ausweisung". Dieses Flächenkonzept ist ein wichtiges Element künftiger Industriepolitik und soll ggf. durch politische Beschlüsse gesichert werden.
Solche Kernzonen umfassen alle großflächigen Gewerbe- und Industrieareale wie bspw. von Vallourec, Daimler und Henkel, jedoch auch eine ganze Reihe von kleinteiligeren Gewerbegebieten in den Stadtteilen.
Das Düsseldorfer Gewerbereserveflächen-Kataster wurde aktualisiert und Maßnahmen zur Aktivierung von Teilflächen diskutiert. Demnach stehen in Düsseldorf gut 60 Teilflächen mit knapp 100 ha GE- bzw. Gebieten zur Verfügung.
Um aber auch langfristig die Bedarfe des produzierenden Gewerbes zu sichern und damit Produktion und Arbeitsplätze in der Region zu halten, wird über ein regionales Gewerbeflächen-Entwicklungskonzept nachgedacht. Bedarfe, die innerhalb der Stadtgrenzen Düsseldorfs nicht gedeckt werden können, würden dann im Umland abgebildet. Hier gilt es, das Für und Wider gemeinsamer Gewerbegebiete zu beleuchten, und Handlungsoptionen zu untersuchenfestzulegen.
AG 2 "Technologie/Clusterpolitik"
Die AG wird künftig neue Akzente setzen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen zu verstärken suchen. In diesem Zusammenhang wird auch der neue digihub Düsseldorf/Rheinland eine Rolle spielen, denn eine seiner Zielsetzungen ist die stärkere Vernetzung von old und new economy. Für 2017 steht wieder eine "Nacht der Wissenschaft" an. Schnelles Internet/Breitbandverkabelung ist weiterhin Schwerpunkt der AG 2.
AG 3 "Energie"
Absolutes Schwerpunktthema mit dem Ziel, die Klimaziele der Stadt mit den künftigen Mobilitätsanforderungen von Bevölkerung und Wirtschaft in Einklang zu bringen, ist das sog. "Integrierte Mobilitätskonzept für Düsseldorf". Dabei geht es – unter Einbeziehung der E-Mobility – um Optimierungen bei Fuhrparks von Unternehmen, den Aufbau entsprechender Infrastrukturen, der Bündelung von Wirtschaftsverkehren und der Verzahnung mit der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt und den Planungen der Rheinbahn.
Das Projekt "Ökoprofit" läuft seit September in der 6. Staffel mit prominenter Besetzung, u.a. Henkel, Caldic, DCC, GfA, Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft.
Bei der Integration des gesamten Stromnetzes im Süden von RWE in das Netz der Stadtwerke geht es um die Frage, wie die Planung von Versorgungsinfrastrukturen auf andere Anforderungen der Industrie im Zeichen des Strukturwandels bzw. auf Stadtumbauprozesse ausgerichtet werden kann.
AG 4 "Image/Profilbildung"
Die AG 4 hat in diesem Jahr auf dem NRW Tag mit vielen Aktionen für das Image der Industrie geworben und wird nach dem erfolgreichen Autakt des "Düsseldorfer Industriedialog" weitere Veranstaltungen vorbereiten. Auch die erfolgreiche Lange Nacht Industrie.wird fortgesetzt und findet am 12. Oktober 2017 zum 7. Mal statt. Außerdem gibt es einen neuen Film über die Industrie in Düsseldorf, u.a. zu sehen im YouTube-Portal der Wirtschaftsförderung….