Oberbürgermeister Geisel zur Bombenentschärfung in Rath und zum Amoklauf im Hauptbahnhof

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Angesichts der großen Evakuierungsaktion und der Bombenentschärfung in Rath, sowie des Amoklaufes am Düsseldorfer Hauptbahnhof, wandte sich Oberbürgermeister Thomas Geisel zu Beginn der Ratssitzung am Freitag, 10. März, an den Rat und die Öffentlichkeit.

Er dankte den Einsatzkräften und wünschte den Opfern eine "schnelle und vollständige Genesung".

Oberbürgermeister Thomas Geisel:

"Gestern war ein Tag für Düsseldorf, den wir alle noch lange in Erinnerung behalten werden und der sich hoffentlich nicht wiederholen wird.

Zunächst die großräumige Evakuierung in den Stadtteilen Rath und Unterrath, die aufgrund des Bombenfundes vom Vortag erforderlich war. Hiervon waren über 8.000 Menschen betroffen. Ich möchte denjenigen, die von der Evakuierung betroffen waren, herzlich für ihre Kooperation und ihr Verständnis danken. Danken möchte ich auch denjenigen, die von den erheblichen Beeinträchtigungen des Straßen-, Schienen-, und Flugverkehrs betroffen waren.

Vor allem aber möchte ich den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und den anderen beteiligten Hilfsorganisationen danken, für die umsichtige und professionelle Durchführung der Evakuierung. Und nicht zuletzt gilt unser Dank den Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes, die die Bombe erfolgreich entschärfen konnten.

Die unfassbare Gewalttat eines offensichtlich psychisch gestörten Täters, der gestern Abend neun Personen zum Teil schwer verletzt hat, macht uns sprachlos und betroffen. Auch hier danke ich den Einsatzkräften der Polizei von Bund und Land, der Feuerwehr und den Mitarbeitern der Deutschen Bahn, die sehr schnell zur Stelle waren und möglicherweise noch Schlimmeres verhütet haben.

Ich konnte mir selbst vor Ort ein Bild davon machen, wie umsichtig und professionell hier gehandelt wurde. Danken möchte ich auch den betroffenen Fahrgästen der Deutschen Bahn, die mit Verständnis, ruhig und besonnen auf diese Ausnahmesituation reagiert haben.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern, denen wir eine schnelle und vollständige Genesung wünschen, ihren Angehörigen, und den – zum Teil immer noch unter Schock stehenden – Augenzeugen.

Schließlich möchte ich mich bedanken für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus dem In- und Ausland, die mich bereits erreicht haben, insbesondere auch von den Vertreterinnen und Vertretern des Konsularischen Korps."