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Stadtsauberkeitsoffensive 2026: Fokus auf die Stadtteile

| Umwelt

OB Dr. Keller und Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt und Verbraucherschutz, stellten die Weiterentwicklungen der "Stadtsauberkeitsoffensive 2026: Fokus auf die Stadtteile" vor, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Die Ende 2020 von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ins Leben gerufene Sauberkeitsoffensive wird kontinuierlich erweitert. Jahr für Jahr hat die Stadt zahlreiche Verbesserungen umgesetzt und weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Unter dem Motto "Stadtsauberkeitsoffensive 2026: Fokus auf die Stadtteile" hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am Freitag, 14. August 2026, gemeinsam mit dem Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, Stefan Ferber, auf dem Quartiersplatz an der Westfalenstraße in Rath die aktuellen Weiterentwicklungen der Sauberkeitsoffensive vorgestellt.

Oberbürgermeister Dr. Keller: "Wir wollen, dass sich die Menschen in allen Stadtteilen wohlfühlen. Deshalb stärken wir mit der erweiterten Sauberkeitsoffensive gezielt die Sauberkeit in den Quartieren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem gepflegten Erscheinungsbild unserer Stadt. Gleichzeitig bleibt die Sauberkeit im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit."

Mit verschiedenen Maßnahmen wird die Stadtsauberkeit in den Stadtteilen weiter verbessert. Im Mittelpunkt stehen dabei ein gepflegtes Erscheinungsbild, eine verbesserte Ausstattung sowie zusätzliche Kapazitäten für die Reinigung und Pflege des öffentlichen Raums.

Erscheinungsbild der Stadtteilzentren und Haltestellen

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Erscheinungsbilds in den Stadtteilzentren und an den Rheinbahn-Haltestellen. Dort sind in den letzten Wochen rund 50 grüne Hängebehälter gegen neue graue Behälter mit neuen Motivaufklebern ausgetauscht worden. Besonders häufig kommt dabei der Slogan "Aschenbecher inklusive" zum Einsatz, da achtlos weggeworfene Zigarettenkippen an Haltestellen nach wie vor ein häufiges Problem darstellen.

600 neue Hängebehälter mit größerem Fassungsvermögen

Für ein besseres Erscheinungsbild und mehr Behältervolumen wird der 2025 begonnene Austausch der grünen Hängebehälter mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern gegen neue graue Behälter mit 63 Litern fortgeführt. Im Juli hat der großflächige Austausch begonnen. Er verbessert das Entsorgungsangebot in allen 50 Düsseldorfer Stadtteilen weiter. Die Behälter tragen Aufkleber im bekannten roten Design mit weißer Schrift, die mit Aussagen wie "Teamwork", "Danke" oder "Hundetoilette inklusive" dazu einladen, gemeinsam zu mehr Sauberkeit im Stadtgebiet beizutragen.

Müllsauger "Glutton"

Der 2022 eingeführte "Glutton" (englisch für "Vielfraß"), ein handgeführter Müllsauger, der im Wechsel in den Stadtteilen eingesetzt wird, hat Verstärkung bekommen: Ein zweites Gerät ist nun ebenfalls im vierzehntägigen Wechsel in den Stadtteilzentren aller zehn Bezirke im Einsatz und entfernt Kleinstabfälle wie Zigarettenkippen und Kronkorken.

"Pizzadeckel"

In den vergangenen Wochen wurden in allen zehn Stadtbezirken insgesamt 60 Abfallbehälter mit speziellen Deckeln ausgestattet, die den Einwurf von Pizzakartons ermöglichen. Hintergrund ist, dass Pizzakartons häufig nicht ausreichend gefaltet werden und dadurch Öffnungen versperren oder auf den Behältern abgelegt werden. Trotz freier Kapazitäten kommt es dadurch immer wieder zu zusätzlichem Müll neben den Abfallbehältern.

"Im Stadtteil Rath wurden insgesamt fünf Behälter mit sogenannten 'Pizzadeckeln' montiert. Gleich am Zugang zum Quartiersplatz gibt es einen solchen", erläutert Umweltamtsleiter Stefan Ferber und führt weiter aus: "Damit bauen wir das Pilotprojekt aus 2025 weiter aus, bei dem elf Standbehälter des silbernen Modells 'Tara' in der Altstadt mit entsprechenden Deckeln versehen wurden. Die cleveren Deckel wirken, wie wir festgestellt haben, und führen zu weniger 'Abfallverstopfung'."

Wildkrautentfernung

Die regelmäßige Entfernung von Wildkraut trägt zur Verkehrssicherheit, zum Erhalt der Flächen und zu einem gepflegten Stadtbild bei. Um die Pflege weiter zu verbessern, erhöht der Dienstleister AWISTA Kommunal GmbH seine Kapazitäten für die Wildkrautentfernung seit Anfang 2026 um 20 Prozent.

Dennoch lässt es sich nicht verhindern, dass unerwünschter Bewuchs insbesondere bei wechselhaften Wetterlagen mit viel Sonne und Regen schnell nachwächst. Dies stellt eine Herausforderung für alle Städte in der Region dar, sodass es kaum möglich ist, ein Erscheinungsbild ohne jeglichen Wildkrautbewuchs zu gewährleisten. Mit den zusätzlichen Kapazitäten soll die Pflege der Flächen jedoch weiter verbessert werden.

Weitere Maßnahmen für mehr Sauberkeit in den Stadtteilen

Neben den gezielten Maßnahmen in den Stadtteilen setzt die Landeshauptstadt auch auf bereits bewährte Bausteine der Sauberkeitsoffensive. Dazu gehören unter anderem die persönliche Ansprache und Information der Bürgerinnen und Bürger, konsequente Kontrollen sowie die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements.

Promotionteams am Rheinufer und in Parks

Die Promotionteams sind auch in diesem Sommer wieder als Sauberkeitsbotschafter am Rheinufer und in Parks unterwegs. Seit dem ersten Juliwochenende informieren sie an sonnigen Samstagen zudem an stark frequentierten Rheinbahn-Haltestellen im gesamten Stadtgebiet. 

Die Teams werben für einen sauberen Umgang mit den öffentlichen Flächen, verweisen auf die öffentlichen Abfallbehälter und sensibilisieren insbesondere für die richtige Entsorgung von Zigarettenkippen. Bei Bedarf geben sie "Taschenascher" im Design der städtischen Sauberkeitsoffensive aus.

Rund 7.400 Abfallbehälter im öffentlichen Straßenraum verfügen über eine Aschervorrichtung. Dennoch werden Zigarettenreste weiterhin häufig achtlos auf Gehwegen und Plätzen entsorgt. Das sogenannte "Kippen schnippen" belastet das Stadtbild und kann in der Regel mit einem Verwarngeld von mindestens 50 Euro geahndet werden. Die positiven Erfahrungen mit den Promotionteams zeigen, dass Information und persönliche Ansprache dazu beitragen können, das Bewusstsein für Sauberkeit im öffentlichen Raum zu stärken.

Ermittlungsarbeit der "Mülldetektive"

Das Ermittlungsteam Abfallablagerungen, die sogenannten "Mülldetektive", ist ein wichtiger Bestandteil der Stadtsauberkeitsoffensive. Im vergangenen Jahr führte das 16-köpfige Team 5.602 Kontrollen durch und leitete 1.881 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Dabei wurden Verwarn- und Bußgelder in Höhe von insgesamt 196.000 Euro verhängt. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Kontrollen um 52 Prozent. Die Zahl der Verfahren ging 2025 hingegen um rund 10 Prozent zurück. Gleichzeitig erhöhte sich die Summe der Verwarn- und Bußgelder um etwa 19 Prozent.

Die Arbeit der Mülldetektive zeigt Wirkung. Um die Stadtsauberkeit dauerhaft zu sichern, werden Kontrollen und Ahndungen konsequent fortgesetzt. Zwar hat sich die Anzahl der verhängten Verwarngelder für geringfügige Verstöße bis 50 Euro leicht reduziert, bei den gravierenderen Fällen wurden jedoch höhere Bußgelder verhängt. Neben den Geldbußen müssen die Verursachenden auch die Kosten der Entsorgung tragen.

Hinweise aus der Bevölkerung zu Abfallablagerungen und vielleicht in Frage kommenden Verursacherinnen und Verursachern sind häufig sehr hilfreich und tragen zur Aufklärung bei. Besonders bewährt hat sich als Meldeweg die Smartphone-App "Düsseldorf bleibt sauber". Alternativ ist das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz per E-Mail an stadtsauberkeit@duesseldorf.de zu erreichen.

Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement

In der Landeshauptstadt engagieren sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger sowie private Initiativen für ein sauberes Düsseldorf. Seit ein paar Wochen gibt es nach Berliner Vorbild auch in Düsseldorf die "Veedelsfeger". Die Müllsammel-Initiative organisiert über die Internetplattform www.veedelsfeger.de das Aufräumen durch Anwohnerinnen und Anwohner.

Zu den größten Mitmachaktionen zählen der Dreck-Weg-Tag im Frühjahr sowie der bundesweite Aktionstag "RhineCleanUp" für Ufer und Flüsse, der dieses Jahr am 12. September 2026 stattfindet. Anmeldungen sind unter https://www.rhinecleanup.org/de#mach-mit möglich.

"Die Stadtsauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das große ehrenamtliche Engagement vieler Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ergänzt die Arbeit der Stadt auf vorbildliche Weise und zeigt, wie sehr den Menschen ihre Stadt am Herzen liegt. Für diesen Einsatz danke ich allen Beteiligten ausdrücklich", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Umweltamtsleiter Stefan Ferber: "Unser Team berät hinsichtlich geeigneter Örtlichkeiten und stellt Material in Form von Mülltüten, Schutzhandschuhen sowie leihweise Müllgreifern zur Verfügung. Auch das Abholen der gesammelten Abfälle wird organisiert. Im Jahr 2025 waren es 307 Sammelaktionen. Auch in diesem Jahr ist das Engagement ungebrochen: Bis zum 31. Juli haben bereits 202 Bürgerinnen und Bürger sowie Initiativen die Hilfe des Teams Stadtsauberkeit in Anspruch genommen."

Saisontonnen und Frühjahrsputz Königsallee

Verschiedene Maßnahmen, darunter die Aufstellung von Saisontonnen, wurden bereits umgesetzt. Rund 400 Behälter wurden im Frühjahr mit neuen Slogans entlang des Rheins sowie in Parks aufgestellt, um dem höheren Besucheraufkommen in der Freiluftsaison Rechnung zu tragen. 

Darüber hinaus wurde der Frühjahrsputz auf der Königsallee durchgeführt: Abfallbehälter wurden gereinigt, Beete frisch bepflanzt, Sitzbänke aufbereitet und Brunnen gepflegt. Weitere Informationen können der Pressemitteilung entnommen werden: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/fruehjahrsputz-an-der-koenigsallee-3.

Baumpatenschaften

Gepflegte Baumscheiben tragen zum positiven Erscheinungsbild in der Stadt bei. Die Landeshauptstadt lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich mit einer Baumpatenschaft aktiv für das Stadtgrün in ihrer Nachbarschaft zu engagieren. Mit einer Baumpatenschaft wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Straßenbäume geleistet, die Lebensqualität in den Quartieren gestärkt und die biologische Vielfalt gefördert. Bereits mehr als 600 Baumpatinnen und Baumpaten engagieren sich in Düsseldorf. 

Die Übernahme einer Baumpatenschaft ist kostenfrei und für alle Interessierten möglich. Sie umfasst die Pflege der Baumscheibe sowie insbesondere während längerer Trockenperioden die Bewässerung des Baumes und der Pflanzen. Die Verantwortung für die fachgerechte Pflege, Kontrolle und Verkehrssicherheit der Straßenbäume liegt weiterhin bei der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mehr Infos zur Baumpatenschaft gibt es unter:  www.duesseldorf.de/stadtgruen/baeume-in-der-stadt/hilfe-fuer-strassenbaeume/baumpatenschaften

Sauberkeits-App

Für das Melden von Verschmutzungen steht die Melde-App "Düsseldorf bleibt sauber" für Android- und Apple (iOS) – Geräte zur Verfügung. Die App bietet in der Menüführung verschiedene Meldekategorien zur Vorauswahl an und ermöglicht das Hochladen von Fotos sowie die Übermittlung des Standorts. Dadurch können gemeldete Verschmutzungen schneller lokalisiert und beseitigt werden.

Die Zahl der Meldungen in der App ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: Im Jahr 2024 waren es 21.871 Meldungen, 2025 waren es bereits 26.074 und im laufenden Jahr wurden bis zum 31. Juli 2026 bereits 16.765 Meldungen registriert. Die tatsächliche Zahl von Sauberkeitsmissständen liegt jedoch niedriger, da einzelne Verschmutzungen häufig mehrfach gemeldet werden.

Die App hilft Verbesserungsbedarfe zu lokalisieren. App-Meldungen sind für die Umweltverwaltung ein guter und hilfreicher Indikator dafür, um zu erkennen, wo im Stadtgebiet welche Sauberkeitsmaßnahmen zur Verbesserung der Situation erforderlich sind.

So konnte beispielsweise festgestellt werden, dass auf der Immermannstraße das Behältervolumen und die Leerungsfrequenzen erhöht werden mussten. Dort fallen überdurchschnittlich viele sperrige Einwegverpackungen, wie von "Bubble Tea"-Getränken, an. Die Düsseldorfer Straßenordnung verpflichtet allerdings auch Verkaufsstellen, im Nahbereich geeignete Entsorgungsmöglichkeiten bereitzustellen. Ergänzend sorgt die Stadt für zusätzliche Abfallbehälter im öffentlichen Raum.

Ausblick 2027

Die Stadtsauberkeitsoffensive wird auch in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Für 2027 sind unter anderem bis zu 50 zusätzliche Solarpressbehälter an Standorten mit besonders hohem Besucheraufkommen und entsprechend großem Entsorgungsbedarf vorgesehen. Sie ergänzen die zwölf Solarpressbehälter, die seit 2024 überwiegend in der Alt- und Innenstadt im Einsatz sind. Dank ihrer Presstechnik verfügt jeder Solarpressbehälter über ein deutlich höheres Fassungsvermögen und kann mehrere herkömmliche Abfallbehälter ersetzen.

Alle Informationen rund um das Thema Stadtsauberkeit sowie Kontaktmöglichkeiten für die Unterstützung ehrenamtlicher Müllsammelaktionen gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/stadtsauberkeit.

Fotos von dem Termin gibt es unter https://duesseldorf.canto.de/b/GT0K2.

Ein Video zu diesem Thema wird im Laufe des Tages auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf