Wie Integration in Arbeit und Ausbildung gelingt

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Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (Mitte) im Gespräch mit Kreisdirektor Martin M. Richter und Moderatorin Marija Bakker bei der Veranstaltung "NRW-Das machen wir!"

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Integrationsstaatssekretärin Serap Güler und Kreisdirektor Martin M. Richter bei der Veranstaltung "NRW-Das machen wir!"

Bei der Veranstaltung "NRW-Das machen wir!"

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Kreisdirektor Martin M. Richter trafen sich am Mittwoch, 21. November, mit Staatssekretärin Serap Güler im Rahmen der Veranstaltung "NRW-Das machen wir!", um sich über die vielfältigen Integrationsaktivtäten in der Region Düsseldorf - Kreis Mettmann auszutauschen.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Kreisdirektor Martin M. Richter trafen sich am Mittwoch, 21. November, mit Staatssekretärin Serap Güler im Rahmen der Veranstaltung "NRW-Das machen wir!", um sich über die vielfältigen Integrationsaktivtäten in der Region Düsseldorf - Kreis Mettmann auszutauschen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Aktivitäten und Erfolgsgeschichten aus der Region vorgestellt, die zeigen, wie geflüchtete Menschen in Arbeit und Ausbildung erfolgreich integriert werden konnten. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche sagte: "Integration gelingt, wenn wir gemeinsam Konzepte erarbeiten, die langfristig und nachhaltig angelegt sind. Wir müssen weiterhin Maßnahmen wie den Zugang zu Arbeit, Ausbildung und gesellschaftlicher Teilhabe fördern und dabei die individuellen Lebenslagen der Flüchtlinge berücksichtigen."

In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist es gelungen, die zunächst aufgrund der hohen Zahl zugewanderter Menschen notwendigen provisorischen Unterbringungsmöglichkeiten wie Turnhallen, Traglufthallen oder Zeltanlagen durch Gemeinschaftsunterkünfte in Bestandsgebäuden oder in modernen Wohnmodulanlagen zu ersetzen. Zudem kann seit längerem komplett auf die Unterbringung in Hotels verzichtet werden. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche betonte, dass eine zügige Integration von Flüchtlingen als Basis für einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt unerlässlich sei. Zahlreiche Institutionen und Organisationen, allen voran die Wohlfahrtsverbände, haben geholfen, dieses Ziel zu erreichen.

Zu den erfolgreichen Düsseldorfer Beiträgen für die Integration Geflüchteter gehören beispoielsweise die Welcome Points in den zehn Stadtbezirken, die zum einen als Anlaufstelle dienen und zum anderen die Vernetzung der vor Ort ansässigen Akteuren fördern. Die Initiative "Hispi" (Hilfe in der sprachlichen Integration) bietet mit Unterstützung von über 100 Ehrenamtlichen Sprachkurse für Kinder ohne Schulplatz sowie für Jugendliche und Erwachsene in unterschiedlichen Lern-Niveaus an. Die Initiative "Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf" hilft dabei, ein Netzwerk von Flüchtlingshelferinnen und -helfern sowie Initiativen, Vereinen und Organisationen, die mit Geflohenen arbeiten, in allen Stadtbezirken zu knüpfen.

Das Amt für Migration und Integration mit seinem extra eingerichteten Service Point dient als erste Anlaufstelle für alle Belange von Bürgerinnen und Bürgern mit ausländischem Pass, Menschen ohne Wohnung oder auch für Unternehmen, die ausländische Personen beschäftigen. Darüber hinaus führt das Kommunale Integrationszentrum des Amtes Informationsveranstaltungen beispielsweise zu Themen wie "ehrenamtliche Arbeit im Bereich Migration und Integration" oder "Erläuterung des Asylrechts" durch oder hilft Geflüchteten bei der Wohnungssuche. Bei dem seit 2017 bestehende Projekt "Ausbildung, Chance – Düsseldorf" kooperieren die Stadt Düsseldorf, die Jugendberufshilfe Düsseldorf und das Jobcenter Düsseldorf miteinander. Im März 2018 haben dank dieses Modellprojekts beispielsweise zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem berufsvorbereitenden Praktikum bei der Stadt Düsseldorf begonnen. Seit September 2018 befinden sie sich in einer assistierten Ausbildung in unterschiedlichen Ausbildungsberufen der Stadt Düsseldorf. Während der gesamten Ausbildungszeit leistet die Jugendberufshilfe Düsseldorf eine sozialpädagogische Begleitung und eine intensive Sprachförderung.

Erschwerte Einstiegsvoraussetzungen wie zum Beispiel zu geringe Sprachkenntnisse, ungeklärter Aufenthaltsstatus oder fehlende Identitätsnachweise können durch das Engagement aller Beteiligten wie Behörden, Unternehmen, Wohlfahrtsverbände und Ehrenamtliche in der Regel gelöst werden. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten einig, dass für eine erfolgreiche Integration in Arbeit und Ausbildung  großes und ausdauerndes Engagement nötig ist.