Baudenkmal: Bilker Straße 12 und 14

Das zweigeschossige Haus Nummer 12 mit ziegelgedecktem Satteldach beherbergt heute mit Nummer 14 das Heinrich-Heine-Institut. Die Gebäude gehören zur Erstbebauung der Straße aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Fassadengestaltung stammt von Peter Wies dem Jüngeren aus dem Jahr 1878 (Nummer 12) und 1883 (Nummer 14). Ehemals gab es an Nummer 12 in der dritten Achse von links einen Eingang, wie heute noch in der dritten von rechts. Gebälke betonen diese Situationen. Alle Öffnungen haben profilierte Einfassungen. Das Erdgeschoss zeigt Quaderputz. Ein Terrakotta-Schmuckband mit pflanzlichen Motiven setzt das Obergeschoss mit glattem Putz ab. Alle Fenster werden hier durch Verdachungen betont. Über kräftigen Konsolen setzt das Hauptgesims an. Das Haus besitzt im Inneren noch Stuckdecken, alte Türanlagen und das alte Treppenhaus. Die zugehörigen Wirtschaftsgebäude wurden 1878, 1892 bis 1894, 1903 und 1925 mehrfach umgebaut und erweitert.

Nummer 14: Alle Öffnungen haben profilierte Einfassungen. Die des Erdgeschosses zeigen Keilsteine, die des ersten Obergeschosses Verdachungen über Konsolen, in der Mitte mit Giebel. Alle Fenster setzen über Fensterbankgesimsen an, ein Gurtgesims verläuft oberhalb des Erdgeschosses. Das Erdgeschoss zeigt Fugenschnitt, wie auch die äußeren Lisenen des ersten Obergeschosses. Die Wandbereiche des zweiten Obergeschosses sind kassettiert. Wie auch in Nummer 12 sind die inneren Gestaltungsmerkmale weitestgehend aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Das Gebäude Bilker Straße 14 befand sich ursprünglich im Besitz des Fürsten und Altgrafen Franz-Wilhelm von Salm-Reifferscheidt-Krautheim. Als Gesellschafterin lebte in dem Haus von 1819 bis 1822 die Dichterin Louise Hensel.


 


Bilker Straße 12




Bilker Straße 14