Erstmeldung: Waldbrandhilfe für Serbien: EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 geht erneut in den Einsatz
| Einsatzmeldung
Samstag 22. August 2026, Düsseldorf
Am Samstagmorgen, 22. August, macht sich das deutsche EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 erneut auf den Weg zu einem internationalen Einsatz. Die fünf Düsseldorfer Einsatzkräfte sammeln sich um 07.00 Uhr in Düsseldorf und stoßen mit drei geländegängigen Einsatzfahrzeugen zu den anderen Teilen der Einheit in Bonn. Die gesamte Einheit fährt um 10.00 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1 in Bonn Richtung Serbien ab. Dort sollen sie die örtlichen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden unterstützen. Zum deutschen Einsatzverband gehören neben den Feuerwehrkräften aus Nordrhein-Westfalen weitere Einsatzkräfte aus Niedersachsen. Ergänzt wird die Einheit durch Fachberater der auf Naturkatastrophen spezialisierten Hilfsorganisation @fire sowie eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Die Entsendung erfolgt auf Ersuchen der serbischen Behörden über das EU-Katastrophenschutzverfahren. Deutschland stellt dafür das vom Land Nordrhein-Westfalen gemeldete Waldbrandmodul bereit. Nach Eingang des Hilfeersuchens am späten Freitagabend liefen unmittelbar die Vorbereitungen für den Einsatz an. Innerhalb kurzer Zeit mussten Personal, Fahrzeuge, Material und die logistischen Rahmenbedingungen für die internationale Verlegung zusammengestellt werden. Für das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldete Modul ist es bereits der sechste Auslandseinsatz. Allein in diesem Jahr war die Einheit bereits zur Unterstützung bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien eingesetzt. Darüber hinaus kam das Modul in der vergangenen Woche bei den Waldbränden im Kreis Düren zum Einsatz. Die Ankunft der Einsatzkräfte wird im Laufe des Montags im Nordwesten Serbiens erwartet. Welche konkreten Aufgaben die Einheit vor Ort übernehmen wird und in welchem Einsatzabschnitt sie eingesetzt wird, soll sich im weiteren Verlauf der Anreise beziehungsweise nach dem Eintreffen in Serbien entscheiden. Für die Bewältigung großflächiger Waldbrände hält das Europäische Katastrophenschutzverfahren spezialisierte Waldbrandmodule vor. Diese können bei entsprechendem Hilfeersuchen kurzfristig innerhalb der Europäischen Union mobilisiert und in betroffene Regionen entsandt werden. Die hierfür erforderliche kurze Zeitspanne zwischen Anforderung und Abmarsch setzt eine eingespielte Zusammenarbeit zahlreicher Stellen voraus. An der Vorbereitung und Koordinierung des deutschen Moduls sind unter anderem das Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Union, das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die zuständigen Kontaktstellen der Innenministerien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie die beteiligten Feuerwehren und weiteren Organisationen beteiligt. Die entstehenden Einsatzkosten werden vom Bund gemeinsam mit der Europäischen Union getragen. Die operative Koordinierung erfolgt durch das GMLZ des BBK in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Bonn und den zuständigen Stellen der Europäischen Union.