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Verkehr

Neue Fahrradboxen für den S-Bahnhof Hellerhof

Anlage von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ist ein wichtiges Instrument der Fahrradförderung in Düsseldorf


Text: Paulat, Volker

Zehn neue Fahrradboxen stehen ab sofort am S-Bahnhof Hellerhof zur Nutzung bereit. Außerdem werden demnächst die dort vorhandenen Fahrradständer durch neue ersetzt und neu angeordnet. Neben den Boxen stehen Fahrradfahrern dann rund 40 Abstellmöglichkeiten für ihre Drahtesel zur Verfügung.

Die Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ist ein wichtiges Instrument der Fahrradförderung in Düsseldorf. Die neue Bike & Ride-Anlage am S-Bahnhof Hellerhof verknüpft den Öffentlichen Personennahverkehr, den Schienenpersonennahverkehr der Bahn und das Fahrrad. "Mit der Errichtung der sicheren und wettergeschützten Fahrradboxen sowie den Fahrradbügeln sind wir in der Umsetzung unseres Ziels, der Stärkung des so genannten Umweltverbundes, sowie der Förderung des Radverkehrs wieder einen Schritt weiter gekommen", erklärt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Die Gesamtkosten für die neue Bike & Ride-Anlage betragen rund 93.700 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die Planung, die Boxen, die blaue Folienbeklebung, die Herstellung der Stromanschlüsse, die bauliche Vorbereitung der Aufstell- und der Rad-/Gehwegflächen sowie die Fahrradbügel. Die zehn Fahrradboxen allein kosten einschließlich ihres Fernwartungssystems rund 34.000 Euro. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gewährt pro Fahrradbox einen Zuschuss in Höhe von 1.275 Euro. 

Die Fahrradboxen werden von der Radstation Düsseldorf betrieben, einem Betrieb der Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD). "Als Unternehmen der Sozialwirtschaft bieten wir Langzeitarbeitslosen in eigenen Zweckbetrieben, wie in diesem Fall der Radstation, die Möglichkeit, ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen", sagt Ulrike Hillebrand-Bekking, Prokuristin der ZWD. "Wir freuen uns, mit der Vermietung sowie mit der Reinigung und der Instandhaltung der Radboxen dieses attraktive Angebot der Landeshauptstadt zu unterstützen."

Der Zugang zu den Boxen erfolgt über ein elektronisches Schließsystem mittels Chipkarte (ISIGO). Wer die Boxen nutzen will, erhält bei der Radstation am Hauptbahnhof gegen Vorlage seines gültigen Personalausweises sowie eines Pfands von 20 Euro eine Chipkarte. Diese wird nach Entrichtung des Benutzungsentgelts für die gewünschte Nutzungsdauer aufgeladen. Die Vermietung der Boxen ist tageweise, monatsweise oder für ein ganzes Jahr zu einem Benutzungsentgelt von 0,80 Euro je Tag (Mindestgebühr), 8 Euro pro Monat oder 80 Euro pro Jahr vorgesehen.

Neben der ISIGO-Chipkarte lassen sich die Fahrradboxen über ein VRR-E-Ticket öffnen. Das elektronische Schließsystem ermöglicht per Fernübertragung eine Belegungskontrolle durch den Betreiber ZWD; es wird zum Beispiel angezeigt, ob die Boxentür offen oder geschlossen ist.

Ein Nutzerwechsel kann per Datenfernübertragung der Anlage vor Ort mitgeteilt werden. Auf diese Weise kann er schnellstens und damit kundenfreundlich vorgenommen werden. Durch das Codekartensystem entfallen übliche Schließzylinder oder Kartenschlitze und damit auch die Möglichkeit, diese beispielsweise durch Verstopfung mit Kaugummi unbenutzbar zu machen. Weitere Informationen zur Vermarktung der Fahrradboxen gibt es unter www.radstation-duesseldorf.de

Insgesamt sind an sechs Standorten im Stadtgebiet 124 Fahrradboxen vorgesehen. Sie sind in einem Zuwendungsbescheid des VRR enthalten. Ende 2014 wurden die ersten 29 Fahrradboxen an den Bahnhöfen Benrath (17) und Eller-Süd S (12) in Betrieb genommen. Die vorbereitenden Tiefbauarbeiten für den Park & Ride- sowie Bike & Ride-Standort Hamm S mit 13 Boxen wurden 2018 ausgeführt. Die Boxen sollen 2019 fertig gestellt werden.

Im April 2016 folgte die Bike & Ride-Anlage am Flughafen Fernbahnhof mit 40 Boxen und 34 Fahrradständern. Diese wurde vor kurzem in einem bundesweiten Vergleich von Bike & Ride-Anlagen vom ADAC als einzige mit "sehr gut" bewertet.

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