Pressedienst Einzelansicht

Stadtentwicklung Stadtgrün

50 Jahre Japanischer Garten im Nordpark: Stadt und japanische Gemeinschaft blicken zurück und in die Zukunft


Erstellt:
Redaktion: Klespe, Michelle Shirin

Der Japanische Garten im Düsseldorfer Nordpark ist 50 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums besuchte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit dem japanischen Generalkonsul in Düsseldorf, Yoshitaka Tsunoda, am Freitag, 23. Mai 2025, die Gartenanlage. Dabei wurden sie von Pia Meid, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein e. V., Akio Ryomoto, Präsident der Japanischen Industrie- und Handelskammer, sowie Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität und Umwelt, begleitet. Im Rahmen einer Führung machten sie sich ein Bild von der Gartenanlage, blickten zurück auf ihre Geschichte und sprachen über die heutige Bedeutung des Japanischen Gartens. Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der japanischen Gemeinschaft enthüllten bei dem Termin auch eine historische Informationstafel, die die Stadt anlässlich des Jubiläums restauriert hat. 

"Der Japanische Garten im Nordpark ist seit 50 Jahren ein lebendiges Symbol für die enge Freundschaft und Verbindung zwischen Düsseldorf und Japan. Als Geschenk der japanischen Wirtschaft und Gemeinschaft in Düsseldorf bereichert der Garten den Nordpark mit seiner besonderen Atmosphäre und Bedeutung. Er schlägt zudem eine Brücke zwischen den Kulturen", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Yoshitaka Tsunoda, japanischer Generalkonsul, ergänzt: "Der Garten hat die Entwicklung zur drittgrößten japanischen Gemeinde Europas viele prägende Jahre begleitet und ist ein bedeutendes Symbol für die zusammengewachsene deutsch-japanische Gemeinschaft in Düsseldorf."

Pia Meid, Präsidentin der Deutsch-Japanische Gesellschaft am Niederrhein e. V.: "Wir sind dankbar, dass die Stadt Düsseldorf und vor allem das Gartenamt bereit waren, die Pflege des Japanischen Gartens zu übernehmen, nachdem damals der Verein 'Japanischer Garten in Düsseldorf' aufgelöst wurde und wir uns als DJG am Niederrhein in erster Linie um das verbleibende Vermögen, was vor allem aus den Gedenkmünzen besteht, kümmern.“

"Die japanische Gemeinde schenkte der Stadt Düsseldorf den Japanischen Garten als Ausdruck der Dankbarkeit für die Großzügigkeit der Stadt. Seit vielen Jahren wird dieser Garten nun von den Bürgern der Region geschätzt und die Japanische Industrie- und Handelskammer Düsseldorf feiert mit großer Freude sein 50-jähriges Bestehen", sagt Akio Ryomoto, Präsident der Japanischen IHK.

Die Geschichte des Japanischen Gartens reicht in die frühen 1970er Jahre zurück: 1971 gab es in der Landeshauptstadt erste Überlegungen, einen solchen Garten anzulegen. In diese Diskussion schaltete sich zwei Jahre später die japanische Gemeinschaft ein. Unter dem Dach der japanischen Industrie- und Handelskammer in Düsseldorf gründete die japanische Gesellschaft den Verein "Japanischer Garten in Düsseldorf". Am 31. Mai 1974 wurde der erste Spatenstich gesetzt. 

Die Planung des Japanischen Gartens stammte vom japanischen Garten- und Landschaftsarchitekten Sentarō Iwaki und seinem Sohn Shōjiro. Die Bauleitung hatten die beiden Gartenmeister Ishiguro und Sakuma und sechs weitere japanische Gärtner. Sie führten die Arbeiten gemeinsam mit Mitarbeitenden des Gartenamtes aus. Die Kosten für die Einrichtung beliefen sich auf 1,9 Millionen Mark. Am 24. Mai 1975 wurde der Japanische Garten am Rhein der Bevölkerung übergeben. Zahlreiche Düsseldorferinnen und Düsseldorfer waren in den Nordpark gekommen, als der damalige japanische Botschafter in der Bundesrepublik, Akira Sono, den Garten offiziell an den damaligen Oberbürgermeister Klaus Bungert übergab.

Charakteristisch für den Garten sind der Wasserfall, der Weiher mit Felsen sowie die Bepflanzung mit Azaleen, Fächerahorn und in Form geschnittenen Kiefern. Entlang des angelegten Rundwegs erschließen sich die gestalterischen Höhepunkte am besten. Die Gestaltung hat eine tiefere Bedeutung. Zum Beispiel symbolisiert die Insel im Teich eine "Insel der Unsterblichen".

"Bei den Besucherinnen und Besuchern des Nordparks ist der 5.000 Quadratmeter große Garten bis heute sehr beliebt als Rückzugsort zum Entspannen in der Natur. Ziel der Stadt ist es, ihn als Gartendenkmal auch künftig zu pflegen und unter Aspekten der Klimaanpassung weiterzuentwickeln", sagt Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität und Umwelt. 

Der Japanische Garten ist ein Anziehungspunkt innerhalb des Nordparks. Neben seiner touristischen Bedeutung für die Landeshauptstadt ist er heute unter anderem ein Ort der Begegnung für jugendliche Communities, zum Beispiel aus der Manga- und Anime-Szene. 

Nach 50 Jahren sieht die Stadt die Notwendigkeit einer Sanierung des Gartens. Ein Ziel ist es, den Garten an den Klimawandel anzupassen. Die bestehenden Gehölze wie Azaleen-, Rhododendron-Bestände und Schwarzkiefern leiden sehr unter der zunehmenden Trockenheit. Ebenso zeigen sich im Garten Spuren der starken Frequentierung. So haben sich beispielsweise zahlreiche Trampelpfade gebildet. Daher befindet sich die Stadt derzeit in der Vorplanung der Sanierung. Zum 50-jährigen Jubiläum hat die Verwaltung den Japanischen Garten zudem in die Denkmalliste der Landeshauptstadt Düsseldorf einschreiben lassen.

Für die redaktionelle Verwendung stehen unter folgendem Link Fotos zur Verfügung: https://duesseldorf.canto.de/b/RH14N

Ein Video zu diesem Thema wird im Laufe des Tages auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

Im Jubiläumsjahr veranstaltet die Stadt im Rahmen der Reihe "Unterwegs im Grünen" außerdem öffentliche Führungen durch den Japanischen Garten. Für den Termin mit Antje Schmidt-Wiegand, Gartendenkmalpflegerin im Garten-, Friedhofs- und Forstamt, am Donnerstag, 25. September 2025, 17 Uhr, gibt es noch freie Plätze. Interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer können sich online unter www.duesseldorf.de/unterwegs-im-gruenen anmelden.

PDF TXT