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Kultur

60 Jahre Arbeitnehmeranwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei

Erinnerungsprogramm mit Vorträgen und Musik am 30. Oktober im Stadtmuseum


Erstellt:
Redaktion: Wotschke, Annemarie

Zum 60. Mal jährt sich am 30. Oktober das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Aus diesem Anlass erinnern der Verein Mosaik e.V. und das Stadtmuseum Düsseldorf am Samstag, 30. Oktober, bei einer gemeinsamen Veranstaltung an diesen Tag.

Gäste sind herzlich willkommen und können ein rundes Programm mit Vorträgen und Musik erwarten. Die Veranstaltung im Stadtmuseum, Berger Allee 2, beginnt um 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) und wird unterstützt durch das kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Am 30. Oktober 1961 wurde das Anwerbeabkommen unterzeichnet. Deutschland benötigte Arbeitskräfte, und in der Türkei waren viele Menschen bereit, vorübergehend in Deutschland zu arbeiten. Heute leben rund drei Millionen türkeistämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland.

Als Referenten wurden eingeladen Nihat Öztürk (Mosaik e.V.), Dr. Necmi Sönmez und Hasan Özen. Für das musikalische Programm sorgt Noyan Dalgic am Klavier.

Nihat Öztürk (Mosaik e.V.) wurde 1973 als Arbeiter angeworben, studierte später Soziologie und Sozialökonomie als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung in Hamburg. Lange Jahre war er als Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss tätig. Er wird auf besonders wichtige Etappen der Einwanderung eingehen sowie Konflikte und Anerkennungskämpfe im Kontext der Arbeitsmigration schildern.

Dr. Necmi Sönmez absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte in Mainz, Paris, Newcastle und Frankfurt. Aktuell beschäftigt er sich als Kurator im Rahmen des Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei mit diversen kulturellen und künstlerischen Aktivitäten, darunter mit dem "Denkmal des Gastarbeiters“ im Ruhrmuseum Essen. Er wird über die Idee und die Entwürfe dieses "Gastarbeiter-Denkmals", das auf dem Gelände des Ruhr Museums in Essen als Würdigung der Arbeits-und Integrationsleistungen türkischer Arbeitsmigrant*innen errichtet werden soll, berichten.

Als Ehrengast wurde Hasan Özen eingeladen. Er ist türkischer Arbeitsmigrant der ersten Generation, engagierter Gewerkschafter und Träger des Bundesverdienstkreuzes, aus Duisburg.

Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe von Vor- und Nachnamen sowie Telefonnummer bis zum 28. Oktober an: seidabei@mosaikev.de

Hinweis: Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel". Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Bitte beachten Sie auch die Maskenpflicht im Gebäude. Weitere Informationen unter 0211-8996170.

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