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Umwelt
Abzug von Altpapier-Depotcontainern nach Umstellung der Leerungshäufigkeit der Blauen Tonne
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In Düsseldorf werden die blauen Tonnen für Altpapier seit April 2025 häufiger geleert. Im Rahmen der Stadtsauberkeitsoffensive 2025 wurde die Leerungshäufigkeit der blauen Tonne von einem 14-tätigen auf einen wöchentlichen Rhythmus erhöht. Damit steht den Haushalten deutlich mehr Volumen für die Altpapierentsorgung zur Verfügung.
Seit der Umstellung hat sich die Verteilung der Mengen des erfassten Altpapiers auf die unterschiedlichen Sammelsysteme auch erkennbar verändert: Im Zeitraum April bis September sank die Menge des in Depotcontainern gesammelten Altpapiers um 16 Prozent, von 3.716 Tonnen (2024) auf 3.098 Tonnen (2025). Gleichzeitig stieg die Menge des in der blauen Tonne erfassten Altpapiers von 8.253 Tonnen auf 9.416 Tonnen um 14 Prozent. Insgesamt stieg die Menge des erfassten Altpapiers um gut 4 Prozent.
"Die Umstellung im April hat zu einer besseren und bequemeren Entsorgung von Altpapier für die Bürgerinnen und Bürger geführt", erklärt Jochen Kral, Dezernent für Mobilität und Umwelt. "Unsere Auswertungen zeigen auch, dass dadurch einige Altpapier-Depotcontainer nicht mehr benötigt werden. Da Containerstandorte leider immer wieder negativ durch unsachgemäße Müllablagerungen auffallen, ist ein Abzug nicht mehr benötigter Container auch immer ein Beitrag zur Verbesserung der Stadtsauberkeit."
In den kommenden Wochen werden daher die Papiercontainer an folgenden zehn Standorten abgezogen:
- Berger Allee 25
- Uerdinger Straße 25
- Behrenstraße 62
- Am Ökotop 23
- Trebnitzer Straße 1
- Oelser Straße 17
- Kölner Landstraße 309
- Pfeillstraße 1
- Schimmelpfennigstraße 55
Die entsprechenden Containerstationen werden kurzfristig mit Hinweisschildern versehen und dann nach ein bis zwei Monaten abgezogen. Die Stadt Düsseldorf bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die abgezogenen Containerstandorte anschließend nicht zur "Ablage" von Altpapier zu nutzen - solche Ablagerungen gelten als illegale Abfallentsorgung und können ordnungsbehördlich geahndet werden.
Bei der Auswahl der zehn Standorte spielte auch eine Rolle, dass dort bisher überdurchschnittlich viel Altpapier aus Gewerbebetrieben eingeworfen worden sei: Gemäß Gewerbeabfallverordnung sollen Gewerbetriebe für die Verwertung von Altpapier und anderen Wertstoffen aber mit Entsorgungsfachbetrieben eigene Verwertungswege finden.
In einem nächsten Schritt werden weitere Depotcontainerstandorte in Düsseldorf überprüft, um zu entscheiden, ob sie zusammengelegt, abgezogen oder beibehalten werden.
Neue Altkleidercontainer
Im Zuge der Stadtsauberkeitsoffensive reagiert Düsseldorf außerdem auf Vandalismus und Container-Plünderungen: Die AWISTA Kommunal GmbH hat im Auftrag der Stadt 30 neue, gegen Aufbruch besser geschützte Altkleidercontainer im Stadtgebiet aufgestellt. Der neue Containertyp wurde speziell entwickelt, um Altkleiderspenden besser zu sichern.
Die von der AWISTA Kommunal GmbH gesammelten Alttextilien werden sortiert und anschließend verwertet. Gut erhaltene Kleidungsstücke gehen an Second-Hand-Geschäfte, weniger gute Textilien werden zu Putztüchern oder Malerflies verarbeitet. Das spart nachhaltig Energie und Rohstoffe.
Für Fragen rund um die Altpapierentsorgung und blauen Tonnen steht die Standplatzberatung der AWISTA Kommunal GmbH telefonisch unter 0211-73757050 oder per E-Mail an bstandplatzberatung@awista-kommunal.de zur Verfügung.
Weitere Informationen gibt es unter: https://www.duesseldorf.de/umweltamt/umwelt-und-verbraucherthemen-von-a-z/abfall/altpapier
Hintergrund: Stadtsauberkeitsoffensive 2025
Seit dem Start der Offensive im Frühjahr wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt: Die Altstadt wurde vollständig mit rund 100 neuen Hängepapierkörben ausgestattet. Anschließend folgte die Erneuerung in 17 weiteren Stadtteilen – darunter Oberbilk, Kaiserswerth, Eller und Garath – mit insgesamt 300 modernen grauen Papierkörben, die durch auffällige rote Aufkleber und humorvolle Slogans wie "Mach et rein!" oder "Feed me" Aufmerksamkeit erzeugen. Ergänzend läuft derzeit eine Testphase mit neuen Abfallbehältern, unter anderem an rund 60 Standorten mit größeren 63-Liter-Behältern und neuen Deckelvarianten.
Auch die Abfallwirtschaft wurde neu aufgestellt: Mit der AWISTA Kommunal GmbH als Partner wurde im Januar 2025 die Wertstofftonne eingeführt, über die auch sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen wie Metalle und Kunststoffe entsorgt werden können. Durch die kostenlose Biotonne können Küchenabfälle nun komfortabel und umweltgerecht entsorgt werden.
In stark frequentierten Bereichen werden zudem verstärkte Reinigungsaktionen durchgeführt, und mobile Müllsauger ("Gluttons") sind im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um Kleinstabfälle effektiv zu beseitigen.