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Gesundheit Soziales
Fachstelle zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bleibt dauerhaft
Pilotprojekt wird fortgeführt/Ergebnisse und Erfahrungen aus der Erprobungsphase vorgestellt
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Psychisch erkrankte und belastete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben jetzt eine dauerhafte Anlaufstelle: Das erfolgreiche Pilotprojekt des Gesundheitsamtes und des Amtes für Soziales und Jugend wird fortgeführt. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde über vier Jahre als Modellregion "Kooperationsverbünde - Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken" des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) gefördert. Ergebnisse und Erfahrungen aus der Erprobungsphase hat der LVR mit den Modellregionen am Mittwoch, 21. Mai 2025, auf dem Fachtag "Verbund wirkt! Kommunale Strategien für seelische Gesundheit" in Düsseldorf vorgestellt.
Fachkräfte aus der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie, aus Jugend- und Gesundheitsämtern und Jugendhilfeträgern diskutierten, wie Hilfen für Kinder und Jugendliche gelingen können, die die schlechtesten Startbedingungen haben. Etwa die Hälfte der psychischen Störungen, die im Erwachsenenalter auftreten, beginnen bereits vor dem 15. Lebensjahr und 75 Prozent vor dem 25. Lebensjahr. PD Dr. Marc Schmidt, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel, ermutigte die kommunalen Akteure, gemeinsam wirksame Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Mit der Etablierung von Schutzfaktoren wie beispielsweise einer stabilen emotionalen Beziehung zu Bezugspersonen bei Heimunterbringung sinkt das Risiko für das Auftreten psychischer Auffälligkeiten, auch bei Kindern und Jugendlichen mit einer hohen Zahl an Risikofaktoren.
Düsseldorf ist eine von nur wenigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die über einen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst verfügen, der gezielt psychisch belastete, junge Menschen bis 27 Jahren auch bei akuter Eigen- und Fremdgefährdung sowie deren Bezugspersonen anspricht. Bei Bedarf bieten die Mitarbeitenden auch eine aufsuchende Beratung zu Hause und Begleitung an. Wie wichtig dieses Angebot ist, zeigen die steigenden Fallzahlen in Düsseldorf: Waren es bei der Gründung 2021 noch 153 junge Menschen, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 325 Personen an.
Das Projekt "Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken" des Landschaftsverbandes Rheinland hatte das Ziel kommunale Kooperationsstrukturen aufzubauen, um eine bedarfsgerechte und koordinierte Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seelischen Störungen sicherzustellen. Düsseldorf zählte ebenso wie die Stadt Essen und der Rhein-Erft-Kreis zu den drei geförderten Modellregionen.
Eine Kontaktaufnahme zur Fachstelle zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist möglich per Telefon unter 0211-8925529, 0211-8995391 (bei akuten Krisen) oder per E-Mail an kjpdi-gesundheitsamt@duesseldorf.de.
Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/kjpdi