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Feuerwehr, THW, Rettungsdienste: Große Rettungs-Übung am Arena-Sportpark
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Die Feuerwehr Düsseldorf wird gemeinsam mit dem Gesundheitsamt, dem Technischen Hilfswerk und im Rettungsdienst tätigen Hilfsorganisationen einen Großeinsatz proben. Dabei wird am Samstag, 11. Juni, ein Unfall mit einem Massenanfall von Verletzten und Erkrankten, dem sogenannten "MANV", simuliert. Die Übung findet auf dem Arena-Sportpark Nord sowie am Europaplatz statt, wobei die Feuer- und Rettungswache 5 als Sammelort für alle eingebundenen Fahrzeuge und die Multifunktionsarena als fiktives Krankenhaus dient. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen des Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsches Rotes Kreuz wurde ein Schadensereignis vorbereitet, bei dem speziell geschminkte Übungsdarsteller die Verletzten mit täuschend echt aussehenden Wunden darstellen werden. Selbst die getragene Kleidung kann im Bedarfsfall zerschnitten werden, um die Übung für die Retter so realistisch wie möglich zu gestalten.
Die Einsatzübung dient im Wesentlichen dazu, bei einer Großlage die notwendigen Schnittstellen zwischen Einsatzleitung, der Erstversorgung der Verletzten und dem Patiententransport in ein Krankenhaus zu überprüfen. „Wenn es zu einem Massenanfall von Verletzten kommt, überschreitet oft die Menge der Verletzten die Regelkapazitäten des Rettungsdienstes“, sagt Bernd Braun, Sachgebietsleiter für den Rettungsdienst. „Ziel der Übung muss eine bestmögliche Behandlung der Patienten sein, indem die Verletzten und Erkrankten vor Ort gesammelt, untersucht und in einer Reihenfolge der medizinischen Notwendigkeit behandelt und in ein Krankenhaus transportiert werden.“
Unfälle wie beispielsweise Zugunglücke oder Verkehrsunfälle mit einem Reisebus können diese Vorgehensweise notwendig machen. Um gezielt auf solche Schadensereignisse reagieren zu können, hat die Feuerwehr Düsseldorf ihr Vorgehen in den letzten Jahren angepasst und weiterentwickelt. So wurde 2017 ein Gerätewagen Rettungsdienst eingeführt, welcher ausschließlich als „Materiallager“ für die Erstversorgung dient. Dieser Wagen ist mit Rettungsdienstmaterial für bis zu zehn Patienten ausgestattet, welches in unterschiedlich farbigen Taschen untergebracht ist und von Ersthelfern vor Ort einfach zu den Verletzten und Erkrankten gebracht werden kann.
Christoph Schäfer, Einsatzleiter bei dieser Übung, betont: “Aufgrund der Corona-Pandemie war es uns über einen längeren Zeitraum nicht möglich, das Konzept in dieser Größenordnung zu üben. Gerade bei solch komplexen und umfangreichen Einsatzszenarien ist ein regelmäßiges Training besonders wichtig. Neben den Übungszielen müssen auch Kommunikationswege und die räumliche Organisation der Einsatzstelle geübt werden.“
Nach Beendigung der Übung werden bei einer Verpflegung durch das THW im Rahmen einer Feedbackrunde wichtige Erkenntnisse und Beobachtungen nachbesprochen.