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Kultur
Isabell Tentler berichtet über Schumanns "Manfred" im Heine-Institut
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Byrons Werk und Schumanns Vertonung "Manfred" ist ein Werk um Reue, Schuld und Zerrissenheit. Über dieses Werk und seinen Schaffensprozess berichtet Isabell Tentler am Samstag, 1. November 2025, 15 Uhr, im Heine-Institut, Bilker Straße 12-14.
Graf Manfred ist gepeinigt von Gewissensqualen für sein inzestuöses Verhältnis zu seiner Schwester Astarte, die dadurch in den Tod getrieben wurde. Manfred will vergessen und beschwört Geister, die ihm aber nicht helfen können. Er will sterben, was ihm nicht gelingt. Erst nachdem er Vergebung bei Astarte sucht, stirbt er innerlich frei und gelöst, jedoch ohne kirchlichen Segen.
Während der Manfred-Stoff zu Schumanns Zeit äußerst populär war, ist er heute nahezu unbekannt. Auch Schumanns "Manfred" etablierte sich bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zunehmend in den Konzertsälen. Heute sind Aufführungen sehr selten geworden; Gesamtaufnahmen gibt es nur wenige. Zudem wurde in allen Einspielungen und so gut wie jeder Aufführung entweder gekürzt, hinzugedichtet oder gar ein neuer Text verwendet.
Anhand von Manuskripten zeigt Isabell Tentler den Schaffensprozess auf. Dabei wird deutlich, dass eine genaue Durchsicht der Quellen für eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Werk unentbehrlich ist.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 6 Euro (ermäßigt 3 Euro). Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an anmeldungen-hhi@duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211-8995571.