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Stadtgrün
Klimaanpassung im Straßenraum: Arbeiten an der Remscheider Straße abgeschlossen
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Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt ihre Maßnahmen zur Klimaanpassung im öffentlichen Raum fort. An der Remscheider Straße sind die Arbeiten zur Vergrößerung der Baumscheiben und zur ökologischen Aufwertung der Pflanzflächen erfolgreich abgeschlossen. Anfang August beginnen die Arbeiten am Kolpingplatz. Auch an der Dormagener Straße laufen die Planungen für eine weitere klimaangepasste Umgestaltung des öffentlichen Raumes.
Verbesserte Bedingungen für Straßenbäume
An der Remscheider Straße wurde der ostseitige Gehwegbereich zwischen Kirchfeld- und Gustav-Poensgen-Straße mit einem stark wasserdurchlässigen Belag teilentsiegelt. Gleichzeitig wurden die vorhandenen Baumgruben und Baumbeete vergrößert und damit die Standortbedingungen der Straßenbäume deutlich verbessert. Regenwasser kann künftig besser versickern und steht den Bäumen damit länger zur Verfügung. Ergänzend wurde das Angebot an Fahrradabstellanlagen erweitert, wobei die notwendigen Laufwege zu den Hauseingängen erhalten blieben. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf rund 166.000 Euro und werden aus dem Budget der Klimaanpassung finanziert.
"Jeder Baum, den wir besser auf Hitze und Trockenheit vorbereiten, ist ein Gewinn für das gesamte Quartier", sagt Umweltdezernent Jochen Kral. "Mit der Vergrößerung der Baumstandorte und der Entsiegelung verbessern wir die Lebensbedingungen der Bäume nachhaltig und sorgen gleichzeitig dafür, dass Regenwasser dort versickern kann, wo es gebraucht wird. So stärken wir das Stadtgrün und machen Düsseldorf Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels."
Sobald die Witterung es zulässt, werden die neuen Baumbeete gemeinsam mit Platzgrün, einer Initiative des Vereins Pro Düsseldorf, und interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern bepflanzt. Ausgenommen sind zunächst zwei Bereiche, in denen im Oktober noch zwei Blumeneschen (Fraxinus ornus) gepflanzt werden.
Der Verein Platzgrün, der vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt mit einem jährlichen Budget unterstützt wird, freut sich über weitere Interessierte, die sich an der Pflanzaktion oder der anschließenden Pflege der Flächen beteiligen möchten.
Kolpingplatz: Regenwasser gezielt nutzen
Die nächsten Maßnahmen folgen am Kolpingplatz. Dort werden die Baumstandorte im Bereich der Schwerin-, Pfalz- und Mauerstraße vergrößert und der Untergrund durch ein speziell abgestimmtes Baumsubstrat ersetzt, das die Wasser- und Luftversorgung der Baumwurzeln verbessert. Darüber hinaus wird Niederschlagswasser künftig gezielt in die Baumbeete geleitet. Durch die angepasste Oberflächengestaltung und zusätzliche Entsiegelungen kann so das Regenwasser direkt im Wurzelbereich versickern und für die Bäume nutzbar gemacht werden.
Die Arbeiten werden abschnittsweise ausgeführt und beginnen voraussichtlich Anfang August im Bereich der Schwerinstraße im Südwesten des Kolpingplatzes. Im Anschluss werden die neu angelegten Beetflächen bepflanzt und eingesät.
"Klimaanpassung zeigt sich oft in vielen kleinen Maßnahmen, ihre Wirkung für die Stadt ist aber groß", sagt Gartenamtsleiterin Doris Törkel. "Wo Regenwasser vor Ort versickern kann und Bäume bessere Wachstumsbedingungen erhalten, entstehen kühlere, grünere und lebenswertere Straßenräume."
Weitere Maßnahmen in Vorbereitung
Auch an der Dormagener Straße wird bereits die nächste Klimaanpassungsmaßnahme vorbereitet. Geplant ist die Umgestaltung einer von Verkehrsflächen umgebenen Grünfläche. Vorgesehen ist hier auch ein ressourcenschonender Umgang mit dem Regenwasser, neue Baumpflanzungen und die Anlage einer Blühwiese.
Die drei Projekte sind Teil der Klimaanpassungsstrategie der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mit der gezielten Entsiegelung von Flächen, der Verbesserung von Baumstandorten und einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung reagiert die Stadt auf die Folgen des Klimawandels und erhöht damit gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.