Pressedienst Einzelansicht
Kultur
Landeshauptstadt Düsseldorf in nächster Auswahlrunde für das Yad Vashem Education Center
Erstellt:
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat die nächste Auswahlrunde im Verfahren zur Standortentscheidung für ein Yad Vashem Education Center in Deutschland erreicht. Die bedeutende Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll erstmals ein Bildungszentrum außerhalb Israels in Deutschland erhalten. Neben der Landeshauptstadt hat sich auch Köln für den weiteren Bewerbungsprozess als möglicher NRW-Standort qualifiziert.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Die Nachricht erfüllt uns mit großer Freude. Dass Düsseldorf neben Köln weiterhin im Rennen um eine Zusammenarbeit mit Yad Vashem ist, zeigt, dass unser Angebot für eine solche Erinnerungsstätte überzeugt. Schon heute verfügt Düsseldorf über eine ausgewiesene Expertise in der Erinnerungskultur sowie über ein langjähriges Engagement für historisch-politische Bildung. Die einzige Außenstelle von Yad Vashem in der Landeshauptstadt beheimaten zu dürfen, wäre eine große Ehre für uns. Wir sind stolz auf das uns entgegengebrachte Vertrauen."
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hatte im Dezember 2025 einstimmig beschlossen, sich als Standortkommune zu bewerben. Als mögliche Örtlichkeit wurde dabei die städtische Immobilie an der Münsterstraße, ehemals genutzt vom Jungen Schauspiel, benannt.
Das geplante Yad Vashem Education Center soll ein zentraler Bildungsort mit europaweiter Ausrichtung werden. Der Aufbau wird von der Bundesregierung unterstützt. In einer bundesweiten Machbarkeitsstudie wurden gemeinsam mit Yad Vashem mögliche Standortländer geprüft: Neben Sachsen und Bayern ist Nordrhein-Westfalen als potenzieller Standort in der engeren Auswahl. Alle drei Bundesländer sind auch in den nun folgenden, weiteren Auswahlverfahren vertreten.
Nach der Aufnahme in die nächste Auswahlrunde wird die Landeshauptstadt Düsseldorf ihre Bewerbung in den kommenden Verfahrensschritten weiter konkretisieren. Die endgültige Standortentscheidung soll nach aktuellem Stand im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.