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Kultur
Neuer Standort für zentralisierte Volkshochschule
Anmietung eines Gebäudes an der Yorckstraße beschlossen
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Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. April, die zentrale Unterbringung der Volkshochschule (VHS) an einem Standort an der Yorckstraße beschlossen. Dazu sollen Flächen in unmittelbarer Nähe der Hochschule Düsseldorf angemietet werden. Die bisherigen drei Standorte der VHS – Bertha-von-Suttner-Platz, Georg-Glock-Straße und Mecumstraße – sollen aufgegeben werden.
"Ich freue mich, dass mit der Immobilie an der Yorckstraße ein Standort gefunden worden ist, an dem die VHS-Angebote den Bürgerinnen und Bürgern der Landeshauptstadt künftig zentral gebündelt zur Verfügung gestellt werden. Nachdem im November 2021 die Stadtbüchereien in das KAP 1 umziehen konnten, wird jetzt auch die Volkshochschule eine neue Heimat erhalten und zukunftsfähig aufgestellt", erklärt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.
Bereits mit dem Ratsbeschluss zum Umzug der Stadtbüchereien in das Gebäude am Konrad-Adenauer-Platz 1 (KAP1) im Jahr 2017 wurde die Stadtverwaltung damit beauftragt, die Zentralisierung der Volkshochschule auf den durch den Umzug frei gezogenen Flächen am bestehenden Standort Bertha-von-Suttner-Platz zu prüfen. Die Prüfung ergab, dass die dortigen Flächen wirtschaftlich nicht sinnvoll für die Zentralisierung hergerichtet werden können. Das machte die Suche nach einem alternativen Standort erforderlich. Mit dem Gebäude an der Yorckstraße 19-21 wurde nun dieser verkehrlich gut angeschlossene, den Anforderungen der Volkshochschule vollumfänglich entsprechende Standort gefunden. Das Gebäude wurde 1991 errichtet und 2014 umfassend modernisiert.
An ihrem neuen Standort stehen der Volkshochschule rund 15.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Dort können die 63 Unterrichts- und 24 Fachräume (z.B. EDV, Naturwissenschaften, Kunst, Musik, Sport), und eine Lehrküche untergebracht werden. Für Prüfungen (z. B. Einbürgerungstests, Deutschtests für Zugewanderte, Sprachtests nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen), Vorträge und Veranstaltungen können entsprechende Säle eingerichtet werden. Als Schulhof kann die bestehende große Dachterrasse hergerichtet werden. Des Weiteren kann zukünftig eine Kinderbetreuung im Gebäude angeboten werden. Der Umzug soll voraussichtlich Ende 2023 erfolgen.
Zudem beschloss der Rat an diesem Standort die Einrichtung eines Hauses der Kulturen. Das Haus der Kulturen soll zeitgleich mit der VHS dort seinen Betrieb aufnehmen. Dazu muss geprüft werden, ob innerhalb der zur Anmietung vorgesehenen Flächen Büro- und Co-Working-Bereiche sowie ein Veranstaltungsraum eingerichtet werden können oder ob die Anmietung zusätzlicher Flächen erforderlich ist. In einem nächsten Schritt soll das Konzept für das Haus der Kulturen gemeinsam mit dem Haus der Kulturen e. V. und seinen Mitgliedsvereinen und in Zusammenarbeit mit der VHS weiterentwickelt und an die räumlichen Gegebenheiten des neuen Standorts angepasst werden.
Das Konzept soll anschließend der Bezirksvertretung 1 sowie den zuständigen Fachausschüssen und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Darüber hinaus hat der Rat die Verwaltung beauftragt, bis zur Sommerpause 2022 zu prüfen, ob und wie die Tiefgaragenstellplätze auch von Anwohnerinnen und Anwohner genutzt werden können und ob die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang wird auch eine verbesserte Anbindung an die Haltestelle "Derendorf S" geprüft. Die Prüfergebnisse sollen ebenfalls den politischen Gremien vorgelegt werden.
Die Volkshochschule Düsseldorf
Die Volkshochschule der Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit 1919 als kommunale Weiterbildungseinrichtung fest in der Stadt verankert. Ihren öffentlichen Bildungsauftrag erhält sie durch das Weiterbildungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen, auf dessen Grundlage sie mit Landesmitteln finanziell gefördert wird. Wichtige Aufgaben und Themen der VHS sind die Grundbildung/Alphabetisierung, die Integrationsarbeit und die politische Bildung.
Die VHS eröffnet vielfältige Zugänge zur Weiterbildung, weckt und unterstützt neue Bildungsbedürfnisse und ermöglicht freiwilliges Lernen in jedem Lebensalter und fördert so aktiv die Bildungs- und Chancengerechtigkeit. Sie ermöglicht jeder Düsseldorferin und jedem Düsseldorfer, individuelle Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen, zu erweitern oder zu erneuern und schafft so neue Chancen für gesellschaftliche Teilhabe.
Jährlich bietet die VHS rund 4.000 Kurse und Veranstaltungen an, insgesamt verzeichnet sie über 400.000 Besucherinnen und Besucher.
Das Haus der Kulturen
In Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf wird das Haus der Kulturen seinen zukünftigen Betrieb an der Yorckstraße aufnehmen. Das Haus der Kulturen versteht sich als interkulturelles und internationales Begegnungs-, Bildungs-, Informations-, Veranstaltungs-, Kunst- und Kulturzentrum. Dabei steht als übergeordnetes Ziel die Sichtbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung kultureller Vielfalt im Vordergrund. Als multifunktionales Zentrum für Kunst und Kultur will es kulturelle Teilhabe verwirklichen und neue experimentelle, beteiligungsorientierte Formate erproben. Das Haus der Kulturen leistet so einen Beitrag zur Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft und zum Zusammenleben aller Kulturen in urbaner Vielfalt.