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Soziales
Niedrigschwellige Unterbringungs- und Beratungseinrichtung (NUB) wird fortgeführt und ausgebaut
Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ämtern, Trägern und Sicherheitsdienst trägt maßgeblich zum Erfolg des Projekts bei
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Ein starkes Zeichen für sozialen Zusammenhalt und innovative Hilfsansätze: Das niedrigschwellige Unterbringungs- und Beratungsangebot (NUB) für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße und Suchterkrankung wird fortgeführt. Im nächsten Jahr werden hierfür 1,7 Millionen Euro bereitgestellt. Das beschloss der Rat der Landeshauptstadt in Düsseldorf in seiner Sitzung am 12. Dezember 2024.
Auch die erweiterten Öffnungszeiten der sozialen Hilfsangebote für diesen Personenkreis im Innenstadtbereich rund um den Worringer Platz werden fortgeführt. Hierfür werden laut Ratsbeschluss weitere zusätzliche Mittel in Höhe von rund 582.400 Euro für 2025 eingeplant.
Die NUB wurde seit März 2024 erfolgreich an der Moskauer Straße umgesetzt und zog im Herbst an ihren aktuellen Standort an der Markenstraße. Das Modellprojekt wurde von der Landeshauptstadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Diakonie Düsseldorf, der Drogenhilfe und weiteren Trägern der Obdachlosen- und Suchthilfe entwickelt.
Ziel ist es, Menschen mit multiplen Problemen wie gesundheitlichen Einschränkungen und Substanzabhängigkeit den Zugang zu herkömmlichen Hilfsangeboten zu erleichtern und sie niedrigschwellig und bedarfsgerecht zu unterstützen. Der Fokus liegt auf der Einzelunterbringung und der Bereitstellung umfassender Hilfsangebote, um die Basis-Erstversorgung sicherzustellen. Diese innovative Herangehensweise hat einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung von Betroffenen, deren Integration in reguläre Hilfesysteme und zur Entlastung des städtischen Umfelds geleistet - das hat die erste Phase des Projekts bereits gezeigt.
Zum Erfolg dieses Beispiels für gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit hat auch maßgeblich die enge Kooperation der beteiligten städtischen Ämter sowie der Trägerorganisationen vor Ort beigetragen.
Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur und Integration: "Die Niederschwellige Unterbringungs- und Beratungsstelle zeigt, wie Verwaltung und Träger gemeinsam innovative Lösungen für die komplexen Herausforderungen der Wohnungslosigkeit schaffen können. Mit der Fortführung und Erweiterung des Projekts setzen wir nicht nur auf Hilfe, die wirklich bei den Menschen ankommt, sondern auch auf eine stärkere Entlastung der betroffenen Stadtviertel."
Hintergrund des zweiten zentralen Aspektes des Ratsbeschlusses, die Ausweitung der Öffnungszeiten sozialer Hilfsangebote für Wohnungslose und Suchterkrankte, sind die gestiegenen sozialen Herausforderungen, insbesondere in der Umgebung des Hauptbahnhofs und des Worringer Platzes. Ziel ist es, durch eine intensivere Präsenz vor Ort die aufkommenden Bedarfe besser abzudecken und eine unmittelbare Unterstützung der Betroffenen zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum Projekt sind zu finden im wissenschaftlichen Abschlussbericht der Hochschule Düsseldorf (HSD), die das Projekt begleitet hatte, unter: https://doi.org/10.20385/opus4-4644