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Verkehr

Projekt Multi-Mo-DUS: 20 Millionen Euro für bessere Mobilität in Düsseldorf

NRW-Verkehrsministerium prämiert Düsseldorfer Projekt und macht damit den Weg für 20 Millionen Euro Fördergelder frei


Erstellt:
Redaktion: Paulat, Volker

Mit dem mutigen und umfassenden Projekt Multimodalität für lebenswerte Quartiere in Düsseldorf (Multi-Mo-DUS) konnte das Amt für Verkehrsmanagement gemeinsam mit der Rheinbahn und der Connected Mobility Düsseldorf (CMD) die Fachjury überzeugen und wird nun das Förderprojekt mit einem Fördervolumen von 20 Millionen Euro auf den Weg bringen. Gefördert werden die innovativsten Ideen für bessere, sichere und saubere Mobilität in Nordrhein-Westfalen.

Das Verkehrsministerium des Landes stellt für die Weiterentwicklung und Stärkung städtischer Mobilitätssysteme für die Jahre 2022 bis 2026 bis zu 100 Millionen Euro an Fördergeldern bereit. Bereits mit Einreichung der umfangreichen Projektskizze hatte sich das Ministerium außerordentlich positiv zum Düsseldorfer Projekt geäußert. Die Projektskizze sei spannend, mutig und vielversprechend, hatte der damalige Verkehrsminister Hendrik Wüst erklärt.

"Wir freuen uns über die großartige Unterstützung vom Landesverkehrsministerium. Mit dem Projekt Multi-Mo-DUS werden Angebote geschaffen, die in den hochverdichteten Stadtteilen Pempelfort, Derendorf und Golzheim dringend gebraucht werden", betont Mobilitätsdezernent Jochen Kral. "Wir können damit auch erstmalig im Stadtgebiet viele Einzelprojekte bündeln und auf diese Weise deren Synergieeffekte aufzeigen. Mit dem Projekt soll in den Stadtteilen Pempelfort, Derendorf und Golzheim viel für die Mobilität der Zukunft getan werden. Anknüpfend an die in Unterbilk und Friedrichstadt geplanten Mobilitätsstationen soll das Netz nördlich der Innenstadt seinen zweiten Mittelpunkt finden. Mit 18 Mobilitätsstationen sollen in den Stadtteilen attraktive Alternativen zum Autoverkehr und Zukunftsorte der Mobilität geschaffen werden. Die Landeshauptstadt möchte mit diesem Leuchtturmprojekt auch Vorbild für viele weitere Städte in Nordrhein-Westfalen sein", sagte Kral.

Zusätzlich wird die Radinfrastruktur weiter ausgebaut, wie zum Beispiel mit dem fahrradfreundlichen Ausbau der Knotenpunkte entlang der Klever Straße oder mit der Planung und Umsetzung einer Fahrradstraße. Durch viele Fahrradabstellanlagen, darunter auch solche für Lastenräder, Fahrradsammelgaragen und Bike & Ride-Anlagen an Haltestellen sollen das Radfahren und vor allem das Abstellen der Räder noch komfortabler werden. Außerdem sollen Kreuzungen und Mittelinseln unter die Lupe genommen, barrierefrei ausgebaut und die Sichtbeziehungen verbessert werden. Dabei ist auch die Schulwegsicherheit ein Thema im Projekt. Um die Aufenthaltsqualität und den Fußverkehr zu stärken, sollen die Flächen im Straßenraum teilweise neu aufgeteilt werden.

Die Rheinbahn wird an einigen Stellen neuartige Haltestellen testen, die Begrünung oder Solaranlagen auf dem Dach haben. Gerade in der Nähe der Haltestellen sollen außerdem Möglichkeiten für das Abstellen von Fahrrädern und E-Scootern eingeplant werden, um diese im Haltestellenumfeld zu ordnen. Zwischen den Haltestellen Kennedydamm und Reeser Platz soll es außerdem einen besonderen Bahnkörper für die Stadtbahn geben, wodurch dann Bahnen mit vier Waggons zur Messe und Arena fahren können. Das Gesamtprojekt wird durch digitale Tools ergänzt, wie zum Beispiel den Happy-Mobility-Radar, über den Menschen vor Ort ihren Bedarf einfach und digital direkt an das Projektteam melden können. Diese werden nach Möglichkeit bei der Planung berücksichtigt. "Mit modernen digitalen aber auch analogen Angeboten sollen die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen eingebunden werden", erläutert der Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Florian Reeh: "Dafür wird das Projekt über den gesamten Zeitraum von externen Experten zur Bürgerbeteiligung und Evaluation der Projekte begleitet."

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