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Rathaus Benrath: Denkmalgerechte Gesamtsanierung

Abschluss der umfangreichen Sanierung für April 2026 geplant


Erstellt:
Redaktion: Bieker, Manuel

Das 1906 errichtete und seit 1984 unter Denkmalschutz stehende Benrather Rathaus, in dem die Bezirksvertretung 9, das Bürgerbüro Benrath, der Bezirkssozialdienst des Jugendamtes, ein Trauzimmer sowie das Heimatarchiv untergebracht sind, wird derzeit umfassend saniert. Der bislang für Ende Dezember 2025 vorgesehene Fertigstellungstermin muss aufgrund verschiedener externer und projektbedingter Faktoren auf Ende April 2026 verschoben werden. Diese Anpassung ist erforderlich, um die hohe Qualität und Sicherheit des Projektes zu gewährleisten. Der Wiedereinzug der Nutzer ist für den darauffolgenden Monat geplant.

Die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude ist grundsätzlich mit einem hohen planerischen und baulichen Aufwand verbunden. Neben umfangreichen Genehmigungs- und Abstimmungsprozessen mit der Denkmalbehörde müssen moderne Anforderungen, etwa an Energieeffizienz, technische Ausstattung und Barrierefreiheit, mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz in Einklang gebracht werden.

Im konkreten Fall des Benrather Rathauses führten die Insolvenzen von drei beauftragen Fachfirmen dazu, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf kurzfristig neue Vergabeverfahren einleiten musste. Zusätzlich beeinträchtigten Lieferengpässe sowie die Kündigung eines ausführenden Unternehmens den Baufortschritt. Trotz zahlreicher Beschleunigungsmaßnahmen seitens der Stadtverwaltung, unter anderem durch die Beauftragung kurzfristig verfügbarer Firmen, konnten die entstandenen Verzögerungen nur teilweise kompensiert werden. Ausschlaggebend dafür sind insbesondere die engen zeitlichen und technischen Abhängigkeiten der einzelnen Gewerke sowie erforderliche Vorleistungen.

Das Amt für Gebäudemanagement arbeitet derzeit mit hoher Intensität daran, die verbleibenden Arbeitsschritte gemeinsam mit allen Projektbeteiligten möglichst effizient umzusetzen. Die Bauleitung vor Ort wird dabei gezielt unterstützt, um Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse zu verkürzen und den Baufortschritt weiter zu stabilisieren.

Umfang der Sanierungsmaßnahme
Ziel der Gesamtsanierung ist die denkmalgerechte Erhaltung und nachhaltige Nutzung des Gebäudes. Die Natursteinfassade wurde bereits umfassend instandgesetzt: beschädigte Steine und Vierungen ersetzt, Fugen erneuert und die Fassade gereinigt. Die stark beanspruchte Sockelzone wurde mittels Schlämmverfahren von außen abgedichtet und dauerhaft widerstandsfähiger ausgeführt. Die teilweise noch aus der Erbauungszeit stammenden Fenster wurden in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege aufwändig erneuert. Zur Verbesserung des Wärmeschutzes erhielten sie neue Dichtungsfugen sowie vorgesetzte Glasscheiben. Der ursprüngliche Glanz und die architektonische Eleganz des Gebäudes sind von außen bereits wieder deutlich erkennbar. 

Im Innern wurden nach umfangreichen Asbestsanierungen im Jahr 2023 die Arbeiten an Decken, Wänden und Böden fortgeführt, die teilweise saniert oder erneuert werden. Ein abgestimmtes Farbkonzept trägt dazu bei, den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren. Sämtliche Leitungs- und Versorgungssysteme werden vollständig erneuert, bestehende Feuchtigkeitsschäden beseitigt und die Barrierefreiheit weiter verbessert. Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes wird das Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Der Innenhof wird baulich angepasst und funktional neu geordnet.

Nach dem geplanten Wiedereinzug der Nutzer im Mai 2026 erfolgt der Rückbau der derzeit genutzten Büromodulanlagen. Anschließend werden die Außenanlagen gemäß den historischen Plänen wiederhergestellt, die vom Heimatarchiv zur Verfügung gestellt wurden.

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