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Kultur

Russische Autorin zu Gast in der Zentralbibliothek


Erstellt:
Redaktion: Buch, Michael

Die russische Autorin Gusel Jachina ist am Donnerstag, 27. Oktober, 19 Uhr, im Reallabor der Zentralbibliothek im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, zu Gast. In einer moderierten Lesung stellt sie ihren aktuellen Roman "Wo vielleicht das Leben wartet" vor.

Darin nimmt sie die Zuhörer*innen mit ins Wolgagebiet im Jahr 1923. Dort herrscht große Hungersnot. Dejew, ein ehemaliger Soldat auf der Seite der Roten, soll fünfhundert elternlose Kinder mit einem Zug nach Samarkand schaffen, um sie vor dem sicheren Hungertod zu retten. Aber es fehlt an allem für den Transport: Proviant, Kleidung, Heizmaterial für die Lokomotive, Medikamente. Dejew scheut kein Wagnis und keine Gefahr, um die Kinder ins Land des Brotes und der Wunderbeere Weintraube zu bringen.

Ein Roadmovie durch ein total zerrüttetes Land beginnt, in dem in weiten Teilen immer noch der Bürgerkrieg wütet. Eine ungeschminkte Auseinandersetzung mit einem düsteren Kapitel der Sowjetgeschichte und ein Roman starker Emotionen.

Gusel Jachina, russische Autorin tatarischer Abstammung, studierte Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Sie lebt aktuell mit ihrer Familie in Moskau. Ihr Debütroman "Suleika öffnet die Augen" wurde in 31 Sprachen übersetzt, ihr zweiter Roman "Wolgakinder" in 14 Sprachen. "Wo vielleicht das Leben wartet" wird in 19 Sprachen erscheinen und ist wie alle ihre Bücher in Russland ein Bestseller.

Die Lesung wird von der Journalistin Katharina Heinrich moderiert. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Russlanddeutsche Kulturtage 2022" mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und das Kulturreferat für Russlanddeutsche.

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