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Schüler zeigen ihre Utopien
Joseph-Beuys-Gesamtschule stellt Bilder im Zentrum für Schulpsychologie aus
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Unter dem Thema "Utopien" gestalteten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge der Joseph-Beuys-Gesamtschule, vor allem der Oberstufe, im Laufe dieses Schuljahres großformatige Acrylbilder. Ganz im Sinne des Namensgebers der Schule, Joseph Beuys, und seinen Vorstellungen einer "Sozialen Plastik" haben sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Gegenwart und Zukunft, ihren persönlichen Vorstellungen des Lebens in dieser Gesellschaft, in dieser Stadt auseinandergesetzt. Die bunten Werke der Jugendlichen werden bis 31. Oktober im Zentrum für Schulpsychologie, Willi-Becker-Allee 10, gezeigt. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche wird die Ausstellung am Mittwoch, 22. Juni, um 14 Uhr feierlich eröffnen. Sie ist während der üblichen Öffnungszeiten, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr, während der Sommerferien vom 11. Juli bis 23. August montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr zu besichtigen.
Soziale Plastik meint das Denken des Menschen, der durch kreatives Handeln sich selbst und die Gesellschaft verändert und sie somit formt. Beuys war davon überzeugt, dass jeder daran teilnehmen kann, das Leben sozial und kreativ zu gestalten. So haben die Schülerinnen und Schüler das Verhältnis der Geschlechter untereinander reflektiert, das Leben in der Stadt und das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen. Während dieser Auseinandersetzung sind sie immer wieder in den Diskurs mit anderen Künstlerinnen und Künstlern und deren Werken getreten.
In den Bildern der Schülerinnen und Schüler werden konkrete Forderungen postuliert, wie die nach freier Bildung und kostenfreien Freizeitangeboten für alle Kinder und Jugendlichen oder aber der Hoffnung auf das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Religionen. Bei den Wünschen zu einer lebenswerten Stadt wird deutlich, dass sich die Jugendlichen viel Grün, das heißt, mehr Parks und Gärten, wünschen und auch der Tierschutz nicht vernachlässigt werden darf. Der gewünschte Umgang mit den gegebenen Ressourcen ist von Nachhaltigkeit geprägt. Doch bei allen Ideen sehen sich die Schülerinnen und Schüler auch selber in der Verantwortung und wollen dazu beitragen, dass ihre "Utopien" einmal Wirklichkeit werden. Mit ihren Bildern bieten die Schülerinnen und Schüler Anregungen zum Diskurs zu gesellschaftlichen Veränderungen.