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Kultur
Solidarität mit der Ukraine - Projekt "Theater of Hopes and Expectations" startet
Eröffnung am 12. August im Düsseldorfer Volksgarten/ Alle Interessierten sind zum Mitmachen aufgerufen
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Als ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine startet am Freitag, 12. August, ab 13 Uhr das "Theater of Hopes and Expectations", ein Projekt des Prykarpattian Theater im Auftrag der Kunstkommission Düsseldorf im Volksgarten. Erster Teil des zweiteiligen Projektes ist der Aufbau eines temporären Pavillons, bei dem alle Interessierten sich beteiligen können.
Mit seinem Erscheinungsbild verweist der geplante Theaterbau auf die sozialistische oder stalinistische Architektur, die zur Zeit der Sowjetunion errichtet wurde und jetzt das Ziel russischer Angriffe ist. Im Pavillon sollen in den kommenden Wochen verschiedene künstlerische Aktionen und Veranstaltungen stattfinden, darunter Lesungen, Vorträge, Gespräche, Filmscreenings und vieles mehr.
Kerngedanke ist es, einen offenen, hellen und freundlichen Ort der Intimität und des Austausches zu schaffen, der eine direkte zwischenmenschliche Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern sichtbar macht, die der Mitte der Stadtbevölkerung und der Kulturszene Düsseldorfs entspringt.
Der Pavillon wird ganz bewusst in der Zeit seines Aufbaus eröffnet - als Zeichen der Solidarität der Menschen in der Ukraine, die ihre Häuser dort wiedererrichten, wo sie durch das russische Militär seit Beginn der Invasion zerstört wurden.
Das "Theater of Hopes and Expectations" lädt die Bevölkerung dazu ein, ab Freitag Teil dieses symbolischen Wiederaufbaus im Volksgarten (Eingang Zeitfeld, Auf'm Hennekamp, Höhe Feuerbachstraße 250 Meter auf dem Weg geradeaus folgen, erste Wiese rechts) zu werden, sei es durch die aktive oder ideelle Unterstützung des Projektes oder durch die Teilnahme am angebotenen Programm. Auch während des Aufbaus und nach der Fertigstellung des Theaters, das inhaltlich mit Fiktion und Realität, Inszenierung und Wahrheit, Hoffnung und Forderung, Intimität und Repräsentation, Glauben und Wissen spielt, findet ein umfangreiches künstlerisches Programm statt.
Zur Eröffnung am Freitag, 12. August, um 13 Uhr sprechen Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, die ukrainische Generalkonsulin in Düsseldorf, Iryna Shum, sowie Heike van den Valentyn, Vorsitzende der Kunstkommission Düsseldorf.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bis 20 Uhr mit den am Projekt beteiligten Kunstschaffenden und dem Kurator*innenteam zu sprechen und sie zum Entstehungsprozess des "Theater of Hopes and Expectations" zu befragen. Auch die Mitglieder des Prykarpattian Theaters werden anwesend sein.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler des ersten Teil des Projekts sind Ivan Bazak, Roman Khimei, Yarema Malashchuk, Tereza Yakovyna und Ostap Yashchuk.
Für den zweiten Teil ist im Herbst eine Ausstellung geplant, die aus der Zusammenarbeit im ersten Teil des Gesamtprojekts resultieren wird.
"Die Kunstkommission Düsseldorf verurteilt zutiefst den Angriffkrieg auf die Ukraine und möchte mit diesem Projekt vor allem den ukrainischen Kulturschaffenden ein Zeichen der Solidarität setzen", sagt Nicolas Grosch, Leiter der Geschäftsstelle der Kunstkommission.
"Mit dem Vorhaben schaffen wir hier vor Ort durch künstlerische Aktionen und intensive persönliche Begegnungen eine direkte Verbindung zu den Menschen, die mit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine leben oder das Land temporär verlassen mussten sowie der lokalen ukrainischen Gemeinde. Der temporäre Bau im Volksgarten soll durch sein offenes Programm einen Raum für Austausch und Diskussionen jenseits der medialen Berichterstattung schaffen. Die Erfahrungen und Vernetzungen, die dadurch entstehen, werden in einen zweiten Teil münden, der im Herbst realisiert werden wird", sagt die Vorsitzende der Kunstkommission, Heike van den Valentyn.
Hintergrund
Das Projekt entstand auf Initiative der Kunstkommission Düsseldorf und wird in Zusammenarbeit mit dem Prykarpattian Theater realisiert. Das Künstler:innenkollektiv gründete sich 2022, als die Invasion durch die russische Armee bereits begonnen hatte. Seine Mitglieder verbindet ein gemeinsamer Bezug zu Kolomyja, einer Stadt in den Vorkarpaten des westukrainischen Oblasts Iwano-Frankiwsk.
Der Kulturausschuss hat auf Empfehlung der Kunstkommission die Realisierung des kuratorischen Konzepts mit dem Arbeitstitel MRIJA//Мрія// Traum//Dream im Sommer 2022 beschlossen. Hierfür wurden 120.000 Euro aus dem Etat der Kunstkommission zur Verfügung gestellt.
"Theater of Hopes and Expectations Teil I + II" wird kuratiert von Ania Kołyszko zusammen mit Nikita Sereda und produziert von Roman Zheleznyak.
Das Projekt der Kunstkommission Düsseldorf wird großzügig gefördert von der Kunststiftung NRW sowie der Filmwerkstatt Düsseldorf, Stöbe Architekten und imagine structure GmbH unterstützt.
Mehr Informationen unter www.theater-hopes-expectations.com