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Umwelt

Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf unterstützt den Bau einer modernen Klärschlammverbrennungsanlage

Klärschlamm aus Düsseldorf wird ab 2028 in Wuppertal verbrannt


Erstellt:
Redaktion: Mester, Annika

Die Klärschlammverwertung Buchhofen GmbH KVB, an der der Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf (SEBD) mit 25 Prozent beteiligt ist, errichtet derzeit in Wuppertal eine Klärschlammverbrennungsanlage. Der SEBD zählt sowohl hinsichtlich der Entsorgungskapazitäten als auch der Finanzierung zu den größten Gesellschaftern. Die Anlage wird nach der Inbetriebnahme ab 2028 auch den Schlamm der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger verbrennen und ist somit für die Abwassergebühren der Landeshauptstadt Düsseldorf relevant: Durch den gemeinsamen Betrieb können die zehn beteiligten Partner den Klärschlamm deutlich kostengünstiger entsorgen, als es jedem von ihnen einzeln möglich wäre.

Die neue Anlage wird eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage sein, in der ausschließlich kommunale Klärschlämme nach höchsten Standards in Sachen Technik und Umweltschutz verbrannt werden. Dazu gehört etwa ein strom- und wärmeautarker Betrieb ohne Einsatz von fossilen Energieträgern. Verbrennungswärme und Dampf werden als erneuerbare Energieträger für Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Insgesamt werden 47.500 Tonnen Trockenmasse pro Jahr thermisch verwertet.

Hintergrund
Im Jahr 2019 wurde die Klärschlammverwertung Buchhofen GmbH (KVB) in Wuppertal gegründet und besteht aus den zehn Gesellschaftern Aggerverband, Bergisch-Rheinischer Wasserverband, Wupperverband, Stadtentwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf, Münster, Ahlen, Bergisch Gladbach, Oelde, Abwasserbetrieb Warendorf und Abwasserbetrieb TEO AöR (Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Telgte und der Gemeinden Everswinkel, Ostbevern und Beelen).

Der Bau der Klärschlammverbrennungsanlage bildet einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftssicheren Klärschlammentsorgung, verbunden mit der gesetzlichen EU-weiten Forderung nach einem Phosphorrecycling ab dem Jahr 2029. Phosphor ist zu einem erheblichen Anteil in der Verbrennungsasche enthalten. Dieser für den Menschen überlebenswichtige Rohstoff ist in der Natur endlich, daher soll er künftig zurückgewonnen werden.

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