Trotz erschwerter Bedingungen – Stadt hält die Anzahl der Neupflanzungen an Stadtbäumen hoch - Landeshauptstadt Düsseldorf

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Trotz erschwerter Bedingungen – Stadt hält die Anzahl der Neupflanzungen an Stadtbäumen hoch

153.000 Einzelbäume sind im Baumkataster im öffentlichen Raum erfasst/Trotz aller Anstrengungen fällt die aktuelle Prognose für die Pflanzsaison 2025/2026 negativ aus


Erstellt:
Redaktion: Buch, Michael

Im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes setzt Düsseldorf Nach- und Neupflanzungen um und optimiert Baumstandorte. In den vergangenen drei Jahren wurden in Folge mehr Bäume gepflanzt als gefällt. Seit 2020 hält die Verwaltung die Pflanzungen mit rund 1.500 Bäumen jährlich auf einem hohen Niveau. Trotz zusätzlicher Herausforderungen hält die Stadt an ihrem Ziel fest, auch in dieser Pflanzsaison 1.500 Bäume zu pflanzen.

Zu den 2025/2026 geplanten rund 1.500 neuen Bäumen gehören 400 Nachpflanzungen von Straßenbäumen, 120 Pflanzungen im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes, 220 Bäume in Parkanlagen, 225 Bäume auf Privatgrundstücken im Rahmen der Aktion "Dein Baum" und 60 Bäume, die im Rahmen von Bauprojekten ihren Platz finden werden. Zudem sind 50 Schattenbäume auf Kinderspielplätzen vorgesehen, 325 Bäume auf Friedhöfen und 100 Bäume im Umfeld von Sportanlagen.

Die Umsetzung von Baumpflanzungen setzen unter anderem positive Prüfungen im Rahmen erforderlicher Leitungsüberprüfungen voraus. Inzwischen kommen noch zeitintensive Kampfmitteluntersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung hinzu, die vor der Neupflanzung der Bäume erforderlich sind. Trotz dieser zusätzlichen Herausforderungen ist die Anzahl der Neupflanzungen an Stadtbäumen hoch.

Entgegen aller Anstrengungen fällt die aktuelle Prognose für die Pflanzsaison 2025/2026 negativ aus: Nach Auswertung zum Stichtag 30. September 2025 sind in der Saison 2024/2025 insgesamt 1.907 Bäume gefällt worden. In Hinblick auf das Ziel von 1.500 Baumpflanzungen ergibt sich daher voraussichtlich ein Verlust von 407 Bäumen im Zuge der anstehenden Pflanzsaison 2025/2026. Für die Ermittlung der Baumbilanz werden Baumfällungen einer Saison den Pflanzungen der nachfolgenden Saison gegenübergestellt. Es wird jeweils der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. September eines jeden Jahres zugrunde gelegt. 

Der Grund für die relativ hohe Anzahl von 1.907 Fällungen ist die weiterhin hohe Zahl von Baumkrankheiten, die bei den kontinuierlich stattfindenden Baumkontrollen festgestellt werden. Die Zunahme von klimabedingten Stressfaktoren mit Stürmen, Starkregen, Hitze, erhöhter Strahlung und Trockenheit wirken sich auf den Baumbestand in der Stadt Düsseldorf aus. Durch die sich ändernden Umwelteinflüsse werden die Bäume geschwächt und damit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. 

Zu den gefällten Baumarten gehörten vor allem Bergahorne, Robinien, Arten der Mehlbeere, Birken und Rotbuchen. Die genannten Baumarten sind, abgesehen von der Robinie, durch die Folgen des Klimawandels stark betroffen. Für die Robinien wurden durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt in den vergangenen Jahren, aufgrund der weit verbreiteten Wurzelstockfäule, aufwändige Untersuchungen veranlasst, wodurch zunehmend Fällungen aufgrund fehlender Standsicherheit durchgeführt werden mussten.

Wo genau neue Straßenbäume gepflanzt werden, können interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer in der Kartenanwendung Düsseldorf Maps nachvollziehen. Düsseldorf Maps ist das Online-Geoportal der Landeshauptstadt Düsseldorf, das unter https://maps.duesseldorf.de erreichbar ist. Die Kartenanwendung bietet Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu digitalen webbasierten Karteninhalten wie Luftbildern, Themenkarten und Sachdaten. Nutzerinnen und Nutzer können damit Informationen zu Standorten von Kitas, Spielplätzen oder Bauplänen aufrufen. Darüber hinaus sind Informationen zum städtischen Baumbestand enthalten. Das Baumkataster wurde aufbereitet und ist nun in "Düsseldorf Maps" abgebildet. Derzeit sind im Baumkataster etwa 153.000 Einzelbäume im öffentlichen Raum erfasst. Damit schafft die Stadt mehr Transparenz und ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, sich jederzeit über den Bestand der städtischen Bäume zu informieren. Zudem wird die Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Stadtverwaltung erleichtert, da jedem Baum eine eindeutige Standortnummer zugeordnet ist: Hinweise, Fragen und Anregungen zu Bäumen können nun gezielter und auf Grundlage der aktuellen Daten eingebracht werden – ein weiterer Schritt in Richtung eines digitalen Bürgerservice. 

Das veröffentlichte Baumkataster umfasst unter anderem folgende Informationen:
•    Standortnummer 
•    Baumart (Gattung, Art)
•    Höhe / Kronendurchmesser / Stammumfang
•    Standortkoordinaten (geografische Lage)
•    Information zur Baumart (externer Link)

Neben den zuvor beschriebenen Informationen über jeden Einzelbaum, werden interessierte Bürgerinnen und Bürger auch über den Prozess der Nachpflanzung informiert. Dafür werden im Sinne eines Ampelprinzips die Kategorien "freier Standort" und "Pflanzung" ergänzt. Ein "freier Standort" befindet sich in der Prüfung, ob ein Baum nachgepflanzt werden kann (Leitungsüberprüfung etc.). Wenn diese Prüfung positiv verlaufen ist, wechselt der Status auf "Pflanzung" und der Baum kann gepflanzt werden.

Die Veröffentlichung der Baumdaten erfolgt mit Hilfe von drei Statusangaben:
1.    Status 1: Baum vorhanden – Dunkelgrün
2.    Status 2: freier Standort – Grau
3.    Status 3: Pflanzung – Hellgrün

Darüber hinaus wird in dem Infokasten eine Verlinkung mit der externen Internetseite "Baumkunde.de" hergestellt. Damit können weitere Informationen zu der genannten Baumart bzw. Sorte abgerufen werden, sofern diese auf der externen Internetseite enthalten ist. Der Internetauszug von "Baumkunde.de" erklärt steckbriefartig die Eigenschaften des gewählten Baumes.

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