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Gesundheit

"Wenn die Seele erschüttert ist"

Kino-Event zum Welt-Suizid-Präventionstag am 13. September/Infostände und Austausch mit Gesundheitsexpertinnen und -experten runden die Filmveranstaltung ab


Erstellt:
Redaktion: Mester, Annika

Anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstages lädt die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Düsseldorf e. V. am Dienstag, 13. September, erstmalig zu einem Kino-Event zu den Themen Suizid-Prävention
und Psychotraumata ein. Die Teilnahme ist ab zwölf Jahren und ohne Anmeldung möglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Der Welt-Suizid-Präventionstag findet am 10. September statt und wurde erstmals 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Seitdem finden jedes Jahr bundesweit rund um diesen Tag Veranstaltungen statt, an denen sich auch die Landeshauptstadt Düsseldorf beteiligt.

"Psychische Gesundheit gewinnt angesichts aktueller Krisen wie der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg zusehends an Bedeutung. Das Gesundheitsamt bietet dazu viele verschiedene Unterstützungs- und Informationsangebote", erklärt Gesundheitsdezernent Christian Zaum und ergänzt: "Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Düsseldorf e. V. gibt Interessierten zudem im Rahmen des Kino-Events die Möglichkeit, sich mit einer Vielzahl an Gesundheitsexpertinnen und -experten auszutauschen, die gerne mit Rat und Tat zur Verfügung stehen."

Das Programm

15 Uhr: Infotische zu Düsseldorfer Hilfsangeboten
Los geht es um 15 Uhr im Atelier Theater Düsseldorf, Graf-Adolf-Straße 47. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute sind eingeladen, sich an Infotischen zu Düsseldorfer Hilfsangeboten rund um das Thema Suizid-Prävention zu informieren.

15.30 Uhr: Filmvorführung "Wenn die Seele erschüttert ist"
Der Film gibt Einblicke in die Folgen von Psychotraumata. Er stellt vier Menschen unterschiedlichen Alters vor. Sie verbindet, dass sie nach einer traumatischen Erfahrung im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung entwickelt haben, die Einfluss auf das gesamte Leben genommen hat.

Da ist die 53-jährige Hildegard, die als Kind während eines Ferienaufenthalts von ihrem Onkel sexuell missbraucht wurde. Lange Zeit hatte sie keine Erinnerungen daran. Nach einer Retraumatisierung wird sie jedoch hochgradig suizidal. Mamadou ist 22 Jahre alt. Als afrikanischer Schutzsuchender ist er über das Mittelmeer nach Deutschland gelangt und hat während der Flucht Traumatisierungen erlebt. Er wird durch das Psychosoziale Zentrum des Gesundheitsamtes Düsseldorf therapeutisch unterstützt. Die 20-jährige Louisa ist Augenzeugin, als ihr bester Freund während eines Schulausflugs tödlich verunglückt. In den ersten Monaten danach scheint sie das Erlebte verarbeiten zu können. Zwei Jahre später jedoch folgt der Zusammenbruch. Neben der professionellen Unterstützung helfen Louisa Musik, Zeichnen und Fotografie. Ava ist 31 Jahre alt und als Mädchen fast ertrunken. Die Erinnerungen daran sind intensiv und facettenreich. In den folgenden Jahren spricht sie mit niemandem darüber und nimmt auch selbst das Erlebte nicht ernst. Gleichzeitig entwickelte sie massive Lebensängste.

Die Mitwirkenden des Films erzählen und zeigen ihre Geschichte in ruhigen Bildern. Aspekte wie Ängste, Dissoziationen, Retraumatisierung und Vermeidungsverhalten werden subjektiv geschildert.

16.45 Uhr: Austausch mit Gesundheitsexpertinnen und -experten
Im Anschluss an die Filmvorführung stehen ab 16.45 Uhr Expertinnen und Experten des Gesundheitsamtes, des LVR-Klinikums Düsseldorf und des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge zur Verfügung. Zudem sind vor Ort Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die Erfahrungen im Bereich von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Suizid-Prävention haben.

Die Veranstaltung endet gegen 18.30 Uhr.

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